Vereinsgeschichte
im Überblick
10. Juni 1980
Gründungsversammlung des „Vereins zur Unterhaltung und
Förderung des Kommunikationszentrums Stadthagen“ im
Gildehof „Herrenhäuser“, Am Markt 8 auf Einladung von
Rita Bauck und Konrad Vochezer
Die 10 Gründungsmitglieder (A-Z)
Rita Bauck, Winfried Bauck, Ulrike Brandes, Linda Buck,
Walter Krämer, Jutta Krämer, Jürgen Lingner, Gertrud
Popp, Rita Ramler, Konrad Vochezer
Zweck
„Schaffung und Unterhaltung einer Einrichtung zur
Kommunikation, Kultur und politischen Bildung“ als
„ein Ort der sozialen und kulturellen Bildung, ein
Freiraum für Freizeit und ein Feld politischen Lernens“
(§ 2). Der Verein ist ausschließlich und unmittelbar
gemeinnütztig tätig.
7. Januar 1981
Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht Stadthagen,
Nr. VR 560
1981/1982
Beginn der Aktivitäten in der Alten Lateinschule an der
St. Martini- Kirche (Innenstadt), Fortsetzung dann bald am
2. Standort, Herminenstr. 52 (im Norden). Unterlagen des
Bauamtes bezeichnen die Einrichtung als
„Jugendzentrum“, alte Stadtkarten weisen das Haus als
„Jugend- und Bürgertreff“ aus.
26. April 1983
Erster Freistellungsbescheid des Finanzamtes
Stadthagen für den gemeinnützig tätigen Verein „wegen
ausschließlicher und unmittelbarer Förderung der
Volksbildung“ - aktuell wegen „Förderung kultureller
Zwecke sowie der Volks- und Berufsbildung“ (01.06.2005).
1985
Gründungsmitglied der LAG Soziokultur in Niedersachsen
(LAGS), die heute gemeinsam mit über 60 Mitgliedern in
mehr als 40 Dörfern und Städten das Landes die Anliegen
soziokultureller Initiativen und Zentren vertritt.
09.05.1989
Die lange Suche nach einem Gebäude im Stadtzentrum ist
erfolgreich. Der Vereinsname wird 1989 von der MV geändert
in: „Kommunikationszentrum Alte Polizei e.V.“.
28.03.1990
Unterzeichnung des Vertrags über die Nutzung des 1896 als
„Hotel Stadt Bremen“ gebauten Gründerzeitbauwerkes in
der Obernstrasse 29 zwischen der Stadt Stadthagen,
vertreten durch Bürgermeister Fließ und Stadtdirektor
Kuckuck, sowie dem Verein „Kommunikationszentrum Alte
Polizei e.V.“, vertreten durch Rita Bauck und Walter Krämer
(Vorstand).
1. Juni 1990
Der Vertrag beginnt am 01.06.1990, er wurde zunächst für
eine Laufzeit von einem Jahr geschlossen und verlängerte
sich automatisch um jeweils ein Jahr.
Das soziokulturelle Zentrum wird Mitte 1990 feierlich eröffnet.
„KOMM in die Alte Polizei“ war der Titel der
Selbstdarstellung (1989).
1. Jahrzehnt und Jahrtausendwechsel in der Obernstraße
29
Qualitätsmerkmale der >alten polizei< in den 90er
Jahren des 20. Jahrhunderts:
1. Gemeinwesenorientierung, spartenübergreifende,
projektorientierte, vernetzte Arbeit, alters- und
geschlechtsspezifische Aktivitäten, kreativ, aktiv und
spielerisch, interkulturell
2. Einbeziehung ehrenamtlichen Engagements, bunte und
vielfältige Hausgruppen, engagierte MitarbeiterInnen (bis
heute in Teilzeit-Beschäftigung)
3. Kindern Räume schaffen, Ferienspaß,
Kindertheaterprogramm
4. Jugendlichen Raum bieten, Jugendtreff,
Jugendkultur-Projekte, geschlechtsspezifische Angebote,
FerienSpass-Koordination
5. Seniorentreff möglich machen – inzwischen über 10
Jahre selbstorganisiert, Arbeitskreis Senioren und
Seniorinnen in Schaumburg, Seniorenkultur-Programm
6. aktive Theaterarbeit, Laientheatergruppen, Theaterstücke
selbst erarbeiten, AmateurInnen & Profis, fiskuß
& Paroli
7. Anleitung zum künstlerischen Tun, innovative künstlerische
Projekte und Produktionen, Ausstrahlung im regionalen
Kontext und überregional
8. politisches Forum, Kooperation mit Schulen,
Sozialtraining und Ausstellungen
9. Akteur und Impulsgeber für kulturelle
Entwicklungsaufgaben in Stadt und Region, kulturelle
Netzwerke mit KulturveranstalterInnen, Einzelhandel und
Firmen der Stadt.
1999-2001
Schließung des Hauses nach einem großen Wasserschaden,
Restaurierung und Umbau, gefördert von Stadt und Land,
unterstützt durch viele frei- willige Arbeit von
Mitgliedern und Freunden.
1. Januar 2001
Anfang 2001 wird die Überlassung des Gebäudes bis 2016
vereinbart, mit jeweils fünfjähriger Verlängerung.
Diese längerfristige Zweck- bindung war eine Voraussetzung
für die Bewilligung von Landesmitteln für den Umbau
1999-2001. Dem Verein war es gelungen, durch seinen
Landesverband, die LAG Soziokultur (LAGS), etwa die Hälfte
der Bau- summe vom Land Nieder- sachsen einzuwerben (ca.
170.000.- EUR).
August 2001
Neuanfang nach Abschluß der 1. Umbauphase: Neuer
Ausseneingang zum Jugendtreff, der Eingangsbereich - Café,
die Seminarräume und das Foyer im 1. Stock werden um-
bzw. ausgebaut.
Das 21. Jahrhundert beginnt
1. Die Qualitätsmerkmale der Arbeit im 1. Jahrzehnt
bleiben nach der Jahrtausendwende bestehen.
2. Neue Akzente kommen dazu:
Freiwilliges Soziales Jahr-Kultur – ständige Innovation
in der Jugendarbeit durch engagierte SozialassistentInnen;
Kooperation mit Kultur Stadthagen e.V.;
Arbeitskreis kultur.gut mit Kulturvereinen der Stadt;
Galerie-C@fé online + PC-Schnupperkurse;
Jugendkulturprojekt NextNetz; Mitwirkung an Stadt-
projekten
wie cult-connection, Stadthagen liest, Weltkindertag,
FerienClub u.v.m.
3. Für die laufende Arbeit des Zentrums incl.
Kultur-Programm müssen die personellen und finanziellen
Ressourcen effektiv und schonend eingesetzt werden.
Deshalb gilt auch 2008: „Weniger besser“.
21.01.2004
Neueröffnung des Saales nach Abschluß der 2. Umbauphase:
Der Saal, der Souterrain-Bereich, der 2. Stock und das
Treppenhaus sind neu gestaltet bzw. ausgebaut.
1. Oktober 2005
Jubiläumsfest der >alten polizei< für die ersten
25 Jahre aktiver soziokul- tureller Arbeit in Stadthagen -
mit Vereinsmitgliedern, Stadtverwaltung, PolitikerInnen
aus Stadtrat, Kreistag, Landtag, KollegInnen der LAG Sozio-
kultur, mit KooperationspartnerInnen aus Stadt und
Region, SponsorInnen und FreundInnen des Hauses:
Wir danken allen, die mit uns 25 Jahre „Kultur +
Kommunikation“ gestaltet haben.
(Zur
Jubiläumsseite …)
1981-2011 –
30 Jahre erfolgreiche Soziokulturarbeit in Stadthagen
Die Kontinuität erfolgreicher Vorhaben und die Initiiterung neuer Projekte bestimmen die letzten Kulturjahre. So organisieren wir 2012 das
Sommer- fest fisKuß zum 15. Mal. Das Fest läutet den „Sommer in Stadthagen“ ein und ist zu einer Attraktion im Stadtleben geworden – 2011 waren bereits mehr als 3.500 Gäste dabei. Mit grosser Unterstützung aus der gesamten Stadtgesellschaft können wir fisKuß 2012 trotz finanzieller Engpässe wieder realisieren! MERCI an alle, die uns dabei unterstützen!
Das FerienSpass-Programm erscheint 2012 zum 35. Mal, seit 1990 zuverlässig von der >alten polizei< koordiniert – und in diesem Jahr zum zweiten Mal neben dem gedruckten Programm-Heft als Internet-Portal:
www.ferienspass-stadthagen.de
Seit 2006 beschäftigen wir uns intensiv mit aktuellen demographischen Veränderungen. Ab 2008 konnten wir mit einer Bundesförderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das neue Kooperationsprojekt „Mehrgenerationenhaus Schaumburg“ (MGH) in Gang setzen. Partner sind der Seniorentreff im Haus, der Integrations- und der Seniorenbeirat sowie die Paritätische Lebenshilfe Stadthagen
Weser- bergland (PLSW). Bis Dezember 2011 haben wir zusammen mit vielen bürgerschaftlich Engagierten neue Möglichkeiten der Begegnung von Alt und Jung entwicklt. Das MGH baut Brücken zwischen den Generationen und schafft Austausch und neue Dynamik für alle Beteiligten. Mit dem anschließenden >Aktionsprogramm MGH 2< können wir von 2012-2014 wichtige Projekt-Bausteine vertiefen und neue etablieren – mit fünf bewährten PartnerInnen (Integrations- und Seniorenbeirat, Paritätische Lebenshilfe Weserbergland / PLSW, Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung / LKJ und Stadt Stadthagen) sowie Projektfördermittel aus Brüssel (Europäische Union und ESF für Deutschland), Berlin (BMFSFJ), Hannover (Land Niedersachsen) und Stadthagen (Stadtverwaltung) (s. Navigation: Mehrgenerationenhaus).
Im Jubiläumsjahr 2010 konnten wir mit einigen Programm-Highlights und der LAGS-Ausstellung „Demografischer Wandel und kulturelle Orte“
Schwer- punkte unserer 30jährigen Soziokulturarbeit mit und für die Menschen in Stadthagen und der Region präsentieren. Mehrere neue Mitglieder
unter- stützen jetzt die Arbeit des gemeinnützigen Trägervereins – Willkommen in der Alten Polizei!
Die Grundlage – tragfähig bis weit über 2016 hinaus
„Die Stadt überläßt dem Verein ... Räume des ihr gehörenden
Gebäudes Obernstr. 29 zur Nutzung als öffentliches
Kommunikationszentrum. Die Einrichtung trägt den Namen
'Alte Polizei'“ (aus § 1).
„Der Verein betreibt in dem Kommunikationszentrum
soziokulturelle Arbeit und einen offenen Bereich für alle
Alters-, Sozial- und Bildungsschichten, insbesondere
offene Jugendarbeit. Er überläßt die Räume außerdem
allen in Stadthagen ansässigen Gruppen..., Vereinen, Verbänden
und Institutionen für deren Zusammenkünfte und eigene
Veranstaltungen... kostenlos“ (aus § 2).
„Die Stadt stellt dem Verein die bei ihr z.Zt beschäftigten
drei Mitarbeiter des Jugend- und Bürgertreffs 'Hermine'
als Mitarbeiter zur Verfügung“ (aus § 4).
Die Stadt gewährt Zuschüsse zum Betrieb der Einrichtung,
sie trägt die Kosten für Unterhaltung des Gebäudes, des
dazu gehörenden Inventars, sowie für Heizung, Strom,
Wasser, Reinigung u.a. Abgaben (§ 3).
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