Alte Polizei, Kulturzentrum in Stadthagen, Mehrgenerationenhaus Schaumburg

 

Porträt: Geschichte …

update 15.11.2016



Vereinsgeschichte im Überblick

10. Juni 1980
Gründungsversammlung des „Vereins zur Unterhaltung und Förderung des Kommunikationszentrums Stadthagen“ im Gildehof „Herrenhäuser“, Am Markt 8 auf Einladung von Rita Bauck und Konrad Vochezer

Die 10 Gründungsmitglieder (A-Z)

Rita Bauck, Winfried Bauck, Ulrike Brandes, Linda Buck, Walter Krämer, Jutta Krämer, Jürgen Lingner, Gertrud Popp, Rita Ramler, Konrad Vochezer

Zweck

„Schaffung und Unterhaltung einer Einrichtung zur Kommunikation, Kultur und politischen Bildung“ als „ein Ort der sozialen und kulturellen Bildung, ein Freiraum für Freizeit und ein Feld politischen Lernens“ (§ 2). Der Verein ist ausschließlich und unmittelbar gemeinnütztig tätig.

7. Januar 1981
Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht Stadthagen, Nr. VR 560

1981/1982

Beginn der Aktivitäten in der Alten Lateinschule an der St. Martini- Kirche (Innenstadt), Fortsetzung dann bald am 2. Standort, Herminenstr. 52 (im Norden). Unterlagen des Bauamtes bezeichnen die Einrichtung als „Jugendzentrum“, alte Stadtkarten weisen das Haus als „Jugend- und Bürgertreff“ aus.

26. April 1983
Erster Freistellungsbescheid des Finanzamtes Stadthagen für den gemeinnützig tätigen Verein „wegen ausschließlicher und unmittelbarer Förderung der Volksbildung“ - aktuell wegen „Förderung kultureller Zwecke sowie der Volks- und Berufsbildung“ (01.06.2005).

   

1985

Gründungsmitglied der LAG Soziokultur in Niedersachsen (LAGS), die heute gemeinsam mit über 60 Mitgliedern in mehr als 40 Dörfern und Städten das Landes die Anliegen soziokultureller Initiativen und Zentren vertritt.

09.05.1989

Die lange Suche nach einem Gebäude im Stadtzentrum ist erfolgreich. Der Vereinsname wird 1989 von der MV geändert in: „Kommunikationszentrum Alte Polizei e.V.“.

28.03.1990

Unterzeichnung des Vertrags über die Nutzung des 1896 als „Hotel Stadt Bremen“ gebauten Gründerzeitbauwerkes in der Obernstrasse 29 zwischen der Stadt Stadthagen, vertreten durch Bürgermeister Fließ und Stadtdirektor Kuckuck, sowie dem Verein „Kommunikationszentrum Alte Polizei e.V.“, vertreten durch Rita Bauck und Walter Krämer (Vorstand).

1. Juni 1990

Der Vertrag beginnt am 01.06.1990, er wurde zunächst für eine Laufzeit von einem Jahr geschlossen und verlängerte sich automatisch um jeweils ein Jahr.
Das soziokulturelle Zentrum wird Mitte 1990 feierlich eröffnet. „KOMM in die Alte Polizei“ war der Titel der Selbstdarstellung (1989).

1. Jahrzehnt und Jahrtausendwechsel in der Obernstraße 29

Qualitätsmerkmale der >alten polizei< in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts:
1. Gemeinwesenorientierung, spartenübergreifende, projektorientierte, vernetzte Arbeit, alters- und geschlechtsspezifische Aktivitäten, kreativ, aktiv und spielerisch, interkulturell
2. Einbeziehung ehrenamtlichen Engagements, bunte und vielfältige Hausgruppen, engagierte MitarbeiterInnen (bis heute in Teilzeit-Beschäftigung)
3. Kindern Räume schaffen, Ferienspaß, Kindertheaterprogramm
4. Jugendlichen Raum bieten, Jugendtreff, Jugendkultur-Projekte, geschlechtsspezifische Angebote, FerienSpass-Koordination
5. Seniorentreff möglich machen – inzwischen über 10 Jahre selbstorganisiert, Arbeitskreis Senioren und Seniorinnen in Schaumburg, Seniorenkultur-Programm
6. aktive Theaterarbeit, Laientheatergruppen, Theaterstücke selbst erarbeiten, AmateurInnen & Profis, fiskuß & Paroli
7. Anleitung zum künstlerischen Tun, innovative künstlerische Projekte und Produktionen, Ausstrahlung im regionalen Kontext und überregional
8. politisches Forum, Kooperation mit Schulen, Sozialtraining und Ausstellungen
9. Akteur und Impulsgeber für kulturelle Entwicklungsaufgaben in Stadt und Region, kulturelle Netzwerke mit KulturveranstalterInnen, Einzelhandel und Firmen der Stadt.

   

1999-2001

Schließung des Hauses nach einem großen Wasserschaden, Restaurierung und Umbau, gefördert von Stadt und Land, unterstützt durch viele frei- willige Arbeit von Mitgliedern und Freunden.

1. Januar 2001

Anfang 2001 wird die Überlassung des Gebäudes bis 2016 vereinbart, mit jeweils fünfjähriger Verlängerung. Diese längerfristige Zweck- bindung war eine Voraussetzung für die Bewilligung von Landesmitteln für den Umbau 1999-2001. Dem Verein war es gelungen, durch seinen Landesverband, die LAG Soziokultur (LAGS), etwa die Hälfte der Bau- summe vom Land Nieder- sachsen einzuwerben (ca. 170.000.- EUR).

August 2001

Neuanfang nach Abschluß der 1. Umbauphase: Neuer Ausseneingang zum Jugendtreff, der Eingangsbereich - Café, die Seminarräume und das Foyer im 1. Stock werden um- bzw. ausgebaut.

Das 21. Jahrhundert beginnt

1. Die Qualitätsmerkmale der Arbeit im 1. Jahrzehnt bleiben nach der Jahrtausendwende bestehen.
2. Neue Akzente kommen dazu:
Freiwilliges Soziales Jahr-Kultur – ständige Innovation in der Jugendarbeit durch engagierte SozialassistentInnen; Kooperation mit Kultur Stadthagen e.V.;
Arbeitskreis kultur.gut mit Kulturvereinen der Stadt; Galerie-C@fé online + PC-Schnupperkurse; Jugendkulturprojekt NextNetz; Mitwirkung an Stadt- projekten wie cult-connection, Stadthagen liest, Weltkindertag, FerienClub u.v.m.
3. Für die laufende Arbeit des Zentrums incl. Kultur-Programm müssen die personellen und finanziellen Ressourcen effektiv und schonend eingesetzt werden.
Deshalb gilt auch 2008: „Weniger besser“.

21.01.2004

Neueröffnung des Saales nach Abschluß der 2. Umbauphase: Der Saal, der Souterrain-Bereich, der 2. Stock und das Treppenhaus sind neu gestaltet bzw. ausgebaut.

1. Oktober 2005

Jubiläumsfest der >alten polizei< für die ersten 25 Jahre aktiver soziokul- tureller Arbeit in Stadthagen - mit Vereinsmitgliedern, Stadtverwaltung, PolitikerInnen aus Stadtrat, Kreistag, Landtag, KollegInnen der LAG Sozio- kultur, mit KooperationspartnerInnen aus Stadt und Region, SponsorInnen und FreundInnen des Hauses: 

Wir danken allen, die mit uns 25 Jahre „Kultur + Kommunikation“ gestaltet haben.
(Zur Jubiläumsseite …) 

   

1981-2011 – 
30 Jahre erfolgreiche Soziokulturarbeit in Stadthagen

Die Kontinuität erfolgreicher Vorhaben und die Initiiterung neuer Projekte bestimmen die letzten Kulturjahre. So organisieren wir 2012 das Sommer- fest fisKuß zum 15. Mal. Das Fest läutet den „Sommer in Stadthagen“ ein und ist zu einer Attraktion im Stadtleben geworden – 2011 waren bereits mehr als 3.500 Gäste dabei. Mit grosser Unterstützung aus der gesamten Stadtgesellschaft können wir fisKuß 2012 trotz finanzieller Engpässe wieder realisieren! MERCI an alle, die uns dabei unterstützen!

Das FerienSpass-Programm erscheint 2012 zum 35. Mal, seit 1990 zuverlässig von der >alten polizei< koordiniert – und in diesem Jahr zum zweiten Mal neben dem gedruckten Programm-Heft als Internet-Portal: www.ferienspass-stadthagen.de

Seit 2006 beschäftigen wir uns intensiv mit aktuellen demographischen Veränderungen. Ab 2008 konnten wir mit einer Bundesförderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das neue Kooperationsprojekt „Mehrgenerationenhaus Schaumburg“ (MGH) in Gang setzen. Partner sind der Seniorentreff im Haus, der Integrations- und der Seniorenbeirat sowie die Paritätische Lebenshilfe Stadthagen Weser- bergland (PLSW). Bis Dezember 2011 haben wir zusammen mit vielen bürgerschaftlich Engagierten neue Möglichkeiten der Begegnung von Alt und Jung entwicklt. Das MGH baut Brücken zwischen den Generationen und schafft Austausch und neue Dynamik für alle Beteiligten. Mit dem anschließenden >Aktionsprogramm MGH 2< können wir von 2012-2014 wichtige Projekt-Bausteine vertiefen und neue etablieren – mit fünf bewährten PartnerInnen (Integrations- und Seniorenbeirat, Paritätische Lebenshilfe Weserbergland / PLSW, Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung / LKJ und Stadt Stadthagen) sowie Projektfördermittel aus Brüssel (Europäische Union und ESF für Deutschland), Berlin (BMFSFJ), Hannover (Land Niedersachsen) und Stadthagen (Stadtverwaltung) (s. Navigation: Mehrgenerationenhaus).

Im Jubiläumsjahr 2010 konnten wir mit einigen Programm-Highlights und der LAGS-Ausstellung „Demografischer Wandel und kulturelle Orte“ Schwer- punkte unserer 30jährigen Soziokulturarbeit mit und für die Menschen in Stadthagen und der Region präsentieren. Mehrere neue Mitglieder unter- stützen jetzt die Arbeit des gemeinnützigen Trägervereins – Willkommen in der Alten Polizei!

   

Die Grundlage – tragfähig bis weit über 2016 hinaus

„Die Stadt überläßt dem Verein ... Räume des ihr gehörenden Gebäudes Obernstr. 29 zur Nutzung als öffentliches Kommunikationszentrum. Die Einrichtung trägt den Namen 'Alte Polizei'“ (aus § 1).

„Der Verein betreibt in dem Kommunikationszentrum soziokulturelle Arbeit und einen offenen Bereich für alle Alters-, Sozial- und Bildungsschichten, insbesondere offene Jugendarbeit. Er überläßt die Räume außerdem allen in Stadthagen ansässigen Gruppen..., Vereinen, Verbänden und Institutionen für deren Zusammenkünfte und eigene Veranstaltungen... kostenlos“ (aus § 2).

„Die Stadt stellt dem Verein die bei ihr z.Zt beschäftigten drei Mitarbeiter des Jugend- und Bürgertreffs 'Hermine' als Mitarbeiter zur Verfügung“ (aus § 4).

Die Stadt gewährt Zuschüsse zum Betrieb der Einrichtung, sie trägt die Kosten für Unterhaltung des Gebäudes, des dazu gehörenden Inventars, sowie für Heizung, Strom, Wasser, Reinigung u.a. Abgaben (§ 3).

   

     

Die >alte polizei< im denkmalgeschützten Ensemble
mit Renaissance-Schloss und dem Museum Amtspforte