Alte Polizei, Kulturzentrum in Stadthagen, Mehrgenerationenhaus Schaumburg

 

Mehrgenerationenhaus Schaumburg
(MGH SHG)

update 24.01.2012 22:45 h



Mehrgenerationenhaus Schaumburg 2008–2012

Förderung des Bundes - 
Entwicklung Generationen übergreifender Angebote bis 2012

Seit dem Auftakt im Mai 2008 entwickeln wir mit dem Projekt „Mehrgene- rationenhaus Schaumburg“ im Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen ein besonderes Profil. Generationen übergreifend, interkulturell, kreativ und integrativ sollen die Angebote sein, die wir als Antwort auf den demogra- phischen Wandel erproben. Ende 2007 erhielten wir den Zuschlag für den Projektstart. Ende 2009 entschied das fördernde Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin (BMFSFJ) positiv über eine Verlängerung der Projekt-Unterstützung für die Jahre 2010 und 2011, ein 5. Förderjahr bis Ende 2012 ist möglich.

Heike Klenke, Koordinatorin: „Unser MGH schafft neue Räume und mehr Zeit für persönliche und zwischenmenschliche Angelegenheiten, für Gespräche und Begegnung, für ein wechselseitiges Aufeinanderzugehen und Unterstützen, für ein Zusammenwirken von Alt und Jung". „Vielfalt aus Prinzip" – Kinder-, Jugend- und Seniorenangebote, Gruppen im Haus, Galerie-Café, Kulturprogramm und Projekte, die bewährten Angebote der >alten polizei< behalten ihren Platz – und mit dem MGH-Projekt kommen seit 2008 neue Aktivitäten hinzu. Einig sind sich alle Mitwirkenden schon jetzt über ein wichtiges Ergebnis: „Erfahrungen weitergeben macht Spass, anderen zu helfen auch, und Hilfe auf Gegenseitigkeit wird gelingen - gemeinsam in einer Gesellschaft, in der wir leben wollen!".

Wir entwickeln neue Angebote im MGH-Schaumburg:

  • Im „MGH Schaumburg“ wurde inzwischen eine Palette an neuen „Bausteine" realisiert, z.B. das „Café für alle" als ein zentraler offener Treffpunkt mit vielen Gesichtern. Hier wird gefrühstückt, geklönt, beraten, gespielt und viel gelacht.
       

  • 'Spiele aktiv' – dieser Baustein funktioniert bestens", meint Michael Schalich: „Wir spielen Boule im Rahmen der Interkulturellen Woche, die Schachjugend trägt einen Blitzschach-Termin pro Monat bei, immer wieder gibt es Doppelkopfturniere". Mehrere Spielgruppen haben sich im „Café für alle“ und im SeniorenTreff etabliert, offen für alle Alters- und Sprachgruppen.
        

  • „Kinder kreativ“ heißt ein Angebot, das Kinder regelmäßig zum kreati- ven Tun einlädt. Drei Gruppen treffen sich inzwischen wöchentlich.
       

  • Zweimal die Woche stehen ehrenamtliche HelferInnen den SchülerInnen im Hausaufgaben-Club zur Seite. Das sind Beispiele für Familien orien- tierte und Eltern entlastende Dienstleistungen, die das MGH erbringt, genauso wie der
       

  • FerienClub, mit dem wir – unterstützt durch die Stadt Stadthagen – berufstätigen Eltern und ihren Grundschulkindern ein Gruppen-Angebot in drei Schulferienzeiten pro Jahr machen.
         

  • Auch das gemeinsame monatliche Singen des offenen Chores mit einer Kindergruppe aus dem Kindergarten Herminenstift ist seit Dezember 2008 ein fester Termin geworden.

Heike Klenke zu Neuerungen der ersten beiden Projektjahre: „Mit speziellen kreativen Angeboten bringen wir Generationen zusammen, z. B. mit Kunst-Aktionen wie der 

  • Lomographie-Foto-Aktion von Stephan Kaps mit anschließender Ausstellung".
       

  • Renate Wöbbeking plant für 2011 eine Fortführung der „Biographie- Werkstatt“ mit Mitteln des Erzahl-Cafés, das erstmals in der „Interkul- turellen Woche Schaumburg 2010“ erprobt wurde.
       

  • Unsere Informationsdrehscheibe, der „MGH-Infopunkt“, bietet Orientierung in allen Lebensfragen. Jeden Mittwoch von 10:30-12:30 Uhr gibt Edeltraut Messerschmidt Informationen und Hinweise zu Selbsthilfe- gruppen, zum Umsonstladen, zu Seniorenangeboten, zu Unterstützungs- angeboten für Familien, zu Tanzclubs, Freizeitangeboten und vielem mehr. Auch auf telefonische Anfrage zu anderen Zeiten reagiert sie prompt: „Inzwischen gibt es eine stattliche Sammlung an Flyern und Handbüchern über alle möglichen Angebote in Stadthagen und der Region. Ich habe Kontakt zu den über 60 Gruppen, die Räume in der >alten polizei< nutzen. Wir haben online-Zugang und viele Tipps und Hinweise liegen bereit". Einfach testen: Tel. 05721/893772 (mit Anrufbeantworter).
       

  • Der Arbeitskreis „Leben mit Demenz“, den Gudrun Pomplun als qualifizierte Alltagsbegleiterin leitet, bietet ein offenes Treffen für Menschen mit Demenz – und ihre Angehörigen, interne Fortbildung, Einzel-Beratung nach Vereinbarung und die vierteljährliche „Filmreihe D“ als Forum für alle Interessierten.

    • Leben mit Demenz - Erster Fortbildungstag
      Di 15. Nov. 2011, 9:45-16:00 Uhr
      mit Prof. Dr. med. Erich Grond (Hagen)
      im Mehrgenerationenhaus Schaumburg/Kulturzentrum 
      Alte Polizei

>> Leben mit Demenz (sämtliche Informationen hier …)

  • Karl-Heinz Hansing hat zusammen mit Michael Schalich den AK „Neues Wohnen“ begründet: „Wer wirkt an der Planung neuer Wohnformen für Alt und Jung mit?"
    Sie haben es geschafft, die Wohnungswirtschaft für ihr Anliegen zu gewinnen und sind in Kontakt mit den entsprechenden Verwaltungs- stellen, um den Einstieg in ein seniorengerechtes, preislich ange- messenes Wohnen in der Innenstadt zu realisieren. Vielleicht entstehen daraus auch neue Formen Generationen übergreifenden Zusammenlebens.

Das MGH soll die Beteiligten auch für ihre neuen Tätigkeiten qualifizieren. So fand 2009 ein erstes Fortbildungs-Angebot für die engagierten Ehrenamtlichen in den offenen Treffs statt: 

  • „Gastgeberinnen im MGH“, ein Kommunikations-Training mit Maria Gierse-Westermeier. Das Interesse war sofort groß, denn die Rolle als „Gastgeberin" will gelernt sein. Inzwischen haben die Beteiligten in gemeinsamen Folgetreffen weitergelernt.

Akzente für 2011 und 2012

„Austausch und Begegnung werden im MGH SHG auch 2011 und 2012 wieder groß geschrieben", sagen Heike Klenke und Klaus Strempel (MGH-Koordination) voraus. In Stadthagen nutzen inzwischen viele Menschen die neuen Angebote. Mehr als 20 Aktive sind bürgerschaftlich engagiert und mehrere Organisationen und Vereine haben sich das Konzept vorstellen lassen. 
Die Service-Agentur, die im Auftrag des BMFSFJ für die mehr als 500 MGH bundesweit tätig ist, bietet weiterhin viele Anregungen und Hilfestellun- gen: „Mit unserem MGH beteiligen wir uns weiterhin aktiv an der Netz- werkarbeit im Bundeskontext, an verschiedenen Foren der MGHs in Deutschland, an den monatlichen Telefonkonferenzen, den Regional- Treffen im Moderationskreis 15 (NRW und Nds.) und an Diskussion im Internet-Portal".

Die fünfjährige Startfinanzierung der MGHs kommt zu 100 Prozent aus Bundesmitteln. Ziel der MGHs ist es, im Anschluss daran wichtige Bau- steine, die als Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur der Kommunen und Landkreise entwickelt werden konnten, durch Unterstüt- zung aus der Kommune, des Landkreises, des jeweiligen Bundeslandes und durch neue Förderprogramme des Bundes weiterzuführen. Ende 2012 kam dazu die gute Nachricht aus dem BMFSFJ: Das Bundesministerium bereitet neue Förderprogramme vor, aus denen wichtige Ansätze der MGHs unterstützt werden sollen.

Wer Interesse hat, das MGH kennenzulernen, ist zum MGH-Forum einge- laden, das sich jeden 3. MONTAG im Monat von 17 bis 18 Uhr im „Café für alle" trifft.

Mehr Informationen gibt es auch auf dem Internet-Portal der MGH:

- und natürlich im MGH-InfoPunkt bei Edeltraut Messerschmidt,
Tel. 05721/89377-2.
   

     

Die >alte polizei< im denkmalgeschützten Ensemble
mit Renaissance-Schloss und dem Museum Amtspforte