Alte Polizei, Kulturzentrum in Stadthagen, Mehrgenerationenhaus Schaumburg

Interkultureller Dialog

 



INTERKULTUR.NORMAL

Interkulturalität als Normalzustand entwickeln

Auch in Stadthagen und der Region Schaumburg lassen sich die demogra- phischen Trends feststellen, die unser ganzes Land seit 1945 verändert haben: Durch die Zuwanderung von Kriegsflüchtlingen und Vertriebenen, die ersten Anwerbungen ausländischer Arbeitskräfte durch die Arbeits- agenturen und Unternehmen bis hin zur Zuwanderung von Arbeitsmigran- tInnen und Aussiedlern sowie Schutz suchenden Flüchtlingen – und später erwünschten Fachkräften - zieht sich die Spur der Zuwanderung und Einwanderung durch die Geschichte unserer Republik.

Der alte ideologische Streit über die Deutung dieser Migrationsbewegun- gen ist seit der Arbeit der „Zuwanderungskommission“ unter Leitung von Rita Sußmuth Anfang diese Jahrhunderts, dem Beginn interkulturell orientierter Stadtplanungen und dem „Gesetz zur Begrenzung der Zu- wanderung“ von 2005, im Volksmund oft als „Zuwanderungsgesetz“ interpretiert, leidlich beigelegt.

Neben viel Zustimmung zu einem friedlichen, respektvollen Zusammen- leben, neben unzählichen Beispielen für „good practise“ nimmt aber in Zeiten sozialer Umbruchsituationen in ganz Europa auch wieder der Trend zur Ausgrenzung zu. Denn im Bewusstsein von Mehrheits- und Minderhei- ten-Bevölkerung ist Interkulturalität als Normalzustand noch lange nicht angekommen. 
Schlimmer noch: Die Attentate von Gangstern der Neuen Rechten gegenüber aggressiv bekämpften Einwanderern und Jugendkulturen sowie der gezielt geschürte dumpfe neue Rassismus erforden weit mehr Aufmerk- samkeit und Widerstand unserer demokratischen Zivilgesellschaft. „Wehret den Anfängen“ ist nicht nur die traurige Erfahrung der Überlebenden des Holocaust, sondern muss heute in Deutschland und Europa als Leitschnur für die Auseinandersetzung mit denen gelten, die diese Gesellschaft durch eine Diktatur ersetzen wollen.

Bei allen positiven und negativen Erfahrungen, die die Alteingesessenen und Zugewanderten miteinander gemacht haben, überwiegt im Interesse einer modernen demokratischen Zukunft glücklicherweise bei vielen Men- schen der Wunsch, aktiv für ein gleichberechtigtes Zusammenleben zu wirken.

In Zukunft nichtdiskriminierend
Als eine Kraft in der deutschen Zivilgesellschaft haben dabei kulturelle Aktivitäten, Projekte und Dialoge eine wichtige Aufgabe. Wohl wissend, dass noch längst nicht alle Bereiche das Konzept einer interkulturellen Öffnung unserer Gesellschaft als das Zukunftsmodell für einen nicht-dis- kriminierenden Alltag praktizieren, wollen wir selbst Schritte tun, um in unserem Bereich Interkulturalität zu leben, zur Weltoffenheit anzuregen und Diskriminierungen, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu skandalisieren.

In unserer Projektarbeit hat das Zusammenleben von Mehrheit und Minder- heiten von Beginn der Soziokulturarbeit in Stadthagen an einen festen Platz bekommen. Mehrere Vereine, Gruppen und Treffen aus den Zuwanderer- Communities der Stadt und Region treffen sich seit eh und je in den Räumen, die unser Trägerverein koordiniert. Mit mehreren Zuwanderer-Organisationen haben wir eine langjährige Kooperation entwickelt. Im Vorstand des Integrationsbeirates der Stadt Stadthagen arbeiten wir seit Jahren mit.

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INTERKULTURELLE PROJEKTE

Interkulturelle Projektarbeit
Mit Projekten wie „Continental Journey“ (1993), einer kulturellen Reise um die Welt, „Galerie P Süd 6“ (1995-1998), einem kreativen Kunst- und Ausstellungsprojekt unter der Regie des Multimedia-Künstlers Fruttuoso Piccolo, „Lampenfieber“ (1997), dem 1. Schaumburger Amateur-Theater Festival, der „Stadthäger Zukunftwerkstatt zur Stadtentwicklung“ (2001), der 1. Aktion dieser Art in Kooperation mit „Wir +“, Schul-Sozialarbeitern, Kultur- und Sozial-Einrichtungen, dem Projekt „NextNetz“ (2005), einem Jugendkulturprojekt in Kooperation mit dem Kreisjugendring und TUWAT e.V. - in Niedersachsen durch den Landesjugendring koordiniert, sowie vielen anderen Veranstaltungs- Formaten wie dem Internationalen Picknick im Park, dem Internationalen Familienfrühstück, dem Frauenfrühstück international etc. sind wir zusammen mit guten PartnerInnen aktiv, um den Dialog und das Kennenlernen zu fördern.

Durch kontinuierliche Angebote im Kreativbereich incl. Kunstausstellungen und der Laien-Theaterarbeit, insbesondere der Theatergruppe „Mischlinge“ tragen wir dazu bei, Interkulturalität als ungefährlichen Normalzustand zu leben, der für die Beteiligten Neuigkeiten bereit hält und anregend wirken kann.

1. Interkulturelle Projektwoche 2006 & mehr
Die Neugierde auf Traditionen und Veränderungen der Moderne in all ihre Facetten führte dann auch zum 1. kleinen Programm einer „Interkulturellen Woche“, das wir 2006 im Rahmen der bundesweiten Projektwoche als Projekt für Stadthagen entwickelt und mit einigen Partnern realisiert haben.

Bei solchen Aktivitäten stehen wir in Kontakt mit überregionalen Projekten und Kampagnen, z.B. der europäischen Jugendkampagne „alle anders, alle gleich“, die im Rahmen des „Europäischen Jahres der Chancengleichheit für alle 2007“ eine vielfältige, diskriminierungsfreie Spur quer durch Deutsch- land zog. Auch mit den Kampagnen für eine humanitäre Flüchtlingspolitik wie „Jugend ohne Grenzen“, „Aktion Bleiberecht“ (Caritas und Diakonisches Werk) haben wir Kontakt geknüpft. Die europäische Jugendinitiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bekommt alle Jahre wieder neue Aktualität, wenn es darum geht, dass sich Jugendliche altersgerecht gegen Rassismus einsetzen und eigene couragierte Vorhaben entwickeln wollen.

Vor einigen Jahren organisierte der Jugendhof Vlotho an der Weser erste interkulturelle Fortbildungen in der JugendleiterInnen-Ausbildung. Das hat uns angeregt, entsprechende Qualifizierungen auch für jugendliche Inter- essierte in Stadthagen zu entwickeln. Mit dem Projekt „für demokratie courage zeigen“ standen wir durch „Next Netz“ (2005) bereits in Kontakt; mit AkteurInnen aus diesem wichtigen MultiplikatorInnen-Projekt konnten wir dann den Landesjugendverband der Naturfreunde Niedersachsen als Partner gewinnen und inzwischen mehrere Kurse „Juleica interkulturell“ anbieten. Später haben sich Exkursionen dazugesellt, „Juleica interkulturell on tour“, eine Reise nach Istanbul ist in Vorbereitung und die neue Initiative „Transkulturelles Netzwerk“ spielt inzwischen auch als Veranstalterkreis eine eigenständige Rolle.

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INTERKULTUR.SHG
AK IKW-SHG

Interkulturelle Wochen Schaumburg 2016
Di 20.09. - Mo 03.10.2016
Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt. 

   

   

Der Arbeitskreis „Interkulturelle Woche Schaumburg“ lädt vom 20.09. bis 03.10.2016 zu den 10. Interkulturellen Wochen Schaumburg ein. Die bundesweite Interkulturelle Woche findet 2016 bereits zum 41. Mal statt!

Das Gesamt-Programm für Schaumburg stellen wir hier vor:
> IKW-SHG 2016 - alle Veranstaltungen in sieben Orten [PDF zum Download]
> IKW-SHG 2016 – der Flyer - sieben Orte [PDF]
> IKW-SHG 2016 – das Poster - mit Eröffnung [PDF

Die 10. Interkulturellen Wochen Schaumburg 2016 bieten von Dienstag, 20. September, bis Montag 3. Oktober, ein Programm für Jung und Alt, Alteingesessene und Zugewanderte. „Vielfalt.Das Beste gegen Einfalt“ - unter diesem Motto der bundesweiten Projektwoche plädieren die VeranstalterInnen auch in Schaumburg für eine interkulturelle Öffnung unserer Gesellschaft - als Signal für Begegnung und Verständigung, gegen Diskriminierung und Rassismus.

   

   

Der 20. September wurde international zum Weltkindertag ausgerufen. Nachdem es 2015 erstmals eine gemeinsame Veranstaltung zu den Anliegen einer gerechten Welt für Kinder und einer interkulturellen Verständigung gegeben hat, die viel Anklang fand, bereiten wir 2016 zum 2. Mal ein gemeinsames öffentliches Signal vor.

Der Arbeitskreis Interkulturelle Woche im Landkreis Schaumburg und der Arbeitskreis Weltkindertag im Kommunalen Präventionsrat „wir+“ laden am Dienstag, 20.09.2016, von 15-18 Uhr, zu einer gemeinsamen Open-air-Veranstaltung auf dem Marktplatz in Stadthagen ein:

Weltkindertag 2016 & Interkulturelle Wochen SHG

Allen Kindern ein Zuhause – Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.

Vorbereitet wird ein Programm mit Spiel, Spaß & Gespräch. Die Mitwirkung von Kitas & Kindergruppen, interkulturellen Vereinen & Organisationen zeigt: Stadthagen lebt bunt und vielfältig, schaumburgisch und international. Und das ist gut so.

Aktivitäten für und mit Kindern, Kontakte zwischen Alteingesessenen, ZuwanderInnen und Flüchtlingen versprechen einen lebendigen und anregenden Nachmittag der Begegnung.
Themen-Inseln informieren über Kinderrechte, Schutz und Sorge für junge Flüchtlinge, Willkommens-Treffen und das Ankommen in SHG mit Veranstaltungen der Interkulturellen Wochen SHG bis zum 3. Oktober.

   

Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.
Unter dem Motto der bundesweiten Projektwoche stehen auch die Veranstaltungen in unserer Region. Weitere Informationen gibt es im Internet aktuell:

www.interkulturelle-woche-schaumburg.de
www.interkulturellewoche.de
www.interkultureller-rat.de

   
Medien
Material für Lerngruppen allen Alters – das Materialheft, Postkarten, Vorschläge für Aktionen zum „Tag des Flüchtlings“ (Fr 30.09.201) etc. - gibt es digital online, aber auch als Drucksachen zu bestellen: www.interkulturellewoche.de & www.interkultureller-rat.de

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MENSCHENRECHTE AKTUELL

Nah-Ost

Der ECRE, European Council for Refugees and Exiles, ruft zur Unterstützung syrischer Flüchtlinge auf: www.helpsyriasrefugees.eu – und für die Schaffung einer fairen und humanen europäischen Asylpolitik und -praxis in Übereinstimmung mit internationalen Menschenrechten.

medico international unterstützt mit dem Projekt Nothilfe für den Gaza-Streifen israelische und palästinensische Partner: Ärzte für 
Menschenrechte (Israel) , Palestinian Medical Relief Society (Gaza).
mehr: www.medico.de/themen/menschenrechte/nahost.

Im Irak, Syrien, Kurdistan und im Libanon unterstützt medico international lokale Organisationen, z.B. die Partnerorganisation Haukari in den kurdischen Gebieten des Nordiraks, und steht den Menschen auf der Flucht vor Islamischem Staat, Kalifat und Armee zur Seite.
mehr: www.medico.de/themen/nothilfe

    

WEITERDENKEN - WEITERHANDELN

Europarat prüft Deutschland
Das Bundesprojekt >Interkulturelle Woche 2014< weist im Materialheft unter der Rubrik „Stimmungslagen und Herausforderungen in der postmigrantischen Gesellschaft“ auf eine Studie zu Diskriminierung und Rassismus in Deutschland hin. Seit 1993 werden alle 5 Jahre 9-10 der 47 Mitgliedsstaaten des Europarates untersucht. Der Bericht zur Situation in Deutschland entstand im Rahmen des 4. Monitorings auf der Basis von Daten bis Ende 2008 und wurde Anfang 2014 veröffentlicht. Daraus wird ersichtlich, „was der Europarat über Jahrzehnte hinweg an fachpolitischen Standards entwickelt hat“:

„Seit Februar 2014 liegt ein interessanter Prüfbericht speziell zur Situation in Deutschland vor. Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hat einen Katalog von 18 Empfehlungen zum Racial Profiling, zum institutionellen Rassismus im Bildungssystem, dem Ausbau der Antidiskriminierungsstellen und zur Anerkennung und Gleichstellung von Transgender vorgelegt. Die Kommission kritisiert u.a. die Warnung des Deutschen Städtetages vor Einwanderern aus Rumänien und Bulgarien unter dem Stichwort »Armutsmigration« sowie die zu unkritische Verbreitung von Thilo Sarrazins rassistischen Positionen.
ECRI wurde 1993 vom Europarat eingerichtet. Ihre Mitglieder sind unabhängige Fachleute – aus Deutschland zum Beispiel die frühere Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John. Alle 47 Mitgliedstaaten des Europarats werden regelmäßig getestet. Zur Zeit läuft die fünfte Prüfungsrunde.“
Der Bericht ist im Internet abrufbar [PDF]

20.06.2014, Weltflüchtlingstag
„Dafür ist die Kirche da!“
Joachim Opahle, Rundfunkbeauftragter im Erzbistum Berlin, plädierte anlässlich des Weltflüchtlingstag am 20.6.2014 dafür, Pfarrheime für Flüchtlinge zu öffnen. Katholisch.de hat Passanten in der Bonner Innenstadt befragt, wie sie zu diesem Vorschlag stehen. Die Ergebnisse sind in einem 2-minütigen Video zu sehen.

Flüchtlingshilfe Kleinenbremen
Stefan Lyrath: Reden allein reicht nicht
Rund 80 Flüchtlinge leben in der Kleinenbremer Sammelunterkunft. Praktische Hilfe vor Ort leistet der Verein „Hilfe für Flüchtlinge“.
aus: SN, 06.08.2014, 19:52 Uhr

Sa. 23.08.14, 23:35 Uhr
ARD/Das Erste: Das Wort zum Sonntag von Pastor Michel Broch
Flucht und Vertreibung sind aus Sicht von Pfarrer Michael Broch, Stuttgart-Leonberg, ein zeitloses Phänomen, mit dem er sich nicht abfinden kann und will. Im „Wort zum Sonntag“ machte er am 23.08.14 auf das unvorstellbare Leid unzähliger Menschen aufmerksam und warb um Verständnis und Hilfe für Migranten, die bei uns nicht nur geduldet, sondern gut aufgenommen sein wollen.

Ziviler Ungehorsam verhindert Abschiebung

Do 28.08.14, 14:17 Uhr, Doch wieder eine versuchte Nachtabschiebung,
in: NDR.de, Nachrichten
- Bericht über die Entscheidung des Bundesamtes für Migration, Nürnberg, den sudanesischen Flüchtling Yassin Abbas von Hannover in einer Nachtaktion nach Bulgarien abzuschieben. Vor dort war er vor fünf Monaten nach Deutschland gekommen.

Mo 01.09., taz
Kein Nachtflug nach Bulgarien

150 Menschen verhindern in Hannover eine Nachtabschiebung - die es laut Innenminister Boris Pistorius (SPD) eigentlich gar nicht mehr geben sollte.
Der Sudanese Yassin Abbas sollte in der Nacht zu Donnerstag, 28.08.14, nach Bulgarien abgeschoben werden. Eine Mauer aus Menschen hat das vorerst verhindert.

   

Sept. 2014
Amnesty international
Aktionsnewsletter 02.09.2014
Hoffnung läßt sich nicht abschieben
Mit dem aktuellen newsletter wirbt amnesty international um Unterstützung für die aktuelle Kampagne, mit sich Amnesty für einen stärkeren Schutz und für mehr Rechte von Flüchtlingen an den Außengrenzen der Europäischen Union einsetzt.

01.10.2014 Tagung 
Zivilgesellschaftliches Engagement in transkulturellen Zeiten

Die Bundesakademie in Wolfenbüttel führt in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur die Themen-Tagung zu Migration und Teilhabe durch:

„Wir beleuchten zum Beispiel Fragen zum Ehrenamt in transkulturellen Zeiten als Ausdruck kultureller Teilhabe. Wir werden unter anderem einen Impuls von Dr. Mark Terkessidis (Journalist, Autor und Migrationsforscher) darüber hören, ob das Ehrenamt in Deutschland interkulturell ist. Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić und Mark Terkessidis sprechen über Ehrenamt, Vereinswesen und Diversität in Niedersachsen.

Wir diskutieren auch über Zukunftsstrategien und Best Practice für Ehrenamt und Engagement in Kulturvereinen und hören unter anderem Sezen Tatlici (Vorstandsvorsitzende von Typisch Deutsch e.V. – www.typischdeutsch.de – und Autorin des MiGAZIN) zum Thema »Engagement polyglott oder doch typisch deutsch?«. Kenan Kolat (Sprecher des Verbands für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity, Mitbegründer des Türkischen Kulturrats in Berlin und bis Mai 2014 Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland) spricht über Migrantenselbstorganisationen und ehrenamtliches Engagement in Kunst und Kultur und Prof. Dr. Dirk Halm (Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Essen) stellt u.a. die Studie »Ehrenamtliche Migranten« vor.“

Ausführliches Tagungsprogramm und Anmeldung

Mo 06. - Mi 08.10.14, Mannheim
5. Bundesfachkongress interkultur: Heimat bewegen
www.bundesfachkongress-interkultur-2014.de

Fr 05. - Do 07.12.14, Ev. Akademie Villigst
Asylpolitisches Forum: Rassismus – eine Gefahr für den Flüchtlingsschutz!
V: Amnesty International, Pro Asyl, Flüchtlingsrat NRW, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, www.evangelische-akademien.de

   

mehr: 
www.interkulturellewoche.de
www.interkultureller-rat.de
www.interkulturelle-woche-schaumburg.de

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INTERKULTUR.NIEDERSACHSEN

LAG Soziokultur – Positionspapier 2010

Unser Landesverband, die LAG Soziokultur, hat sich mehrfach mit interkulturellen Akzenten in der soziokulturellen Arbeit beschäftigt.
Viele soziokulturelle Vereine, wie der Pavillon in Hannover, die Alte Polizei in Stadthagen oder spokusa in Hannover arbeiten seit Jahren im interkulturellen Bereich. Neue Initiativen wie das Haus der Kulturen in Braunschweig sidn dazu gekommen.
Die LAGS hat zwei  Veröffentlichungen zur Interkultur in der Soziokultur herausgegeben:
Am 21. Oktober 2010 tagte die Mitgliederversammlung der LAGS in der Alten Webschule in Bramsche. Im Zentrum der Diskussionen stand die Frage nach dem Verhältnis von Soziokultur und Interkultur. Die Mitgliederversammlung entwickelte dazu ein Positionspapier, das bis heute interessante Akzente setzt: „Interkultur in der Soziokultur – von der Alltäglichkeit des Umgangs“
Darin heißt es:
In den vergangenen Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Deutschland ein Einwanderungsland und die Integration von Migrantinnen und Migranten eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe ist, die auch das Engagement der Mehrheitsgesellschaft erfordert. In diesem Zusammenhang hat in Kultur und Kulturpolitik das Thema Interkulturelle Arbeit erhöhte Aufmerksamkeit erhalten. Wir haben uns für die Soziokultur gefragt: Was tragen wir zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen bei und was bedeutet interkulturelle Arbeit denn ganz konkret in der Praxis?
mehr:
http://soziokultur-niedersachsen.de/interkultur-in-der-soziokultur.htm

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Universität Hildesheim - 1. Interkulturbarometer 2011

Unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Keuchel, geschäftsführende Direktorin, führte das Zentrum für Kulturforschung (ZfKf) an der Universität Hildesheim im Jahre 2011 eine empirische Untersuchung zu folgenden Frage-Komplexen durch: Welcher Kultur fühlen sich die heute in Deutschland lebenden Menschen verbunden? Sehen sie sich eher als Teil einer deutschen, einer "fremden" oder einer "gemischten", z.B. deutsch-türkischen oder europäischen Lebenskultur? Welche eigenständigen kulturellen Erfahrungen prägen sie und existieren welche Gemeinsamkeiten mit Menschen anderer Herkunft existieren? Fördert das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft "hybride" Kunstformen?

Die empirische Studie „InterKulturBarometer“ wurde mit Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM), den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen realisiert.

Dazu die Uni Hildesheim:
„Die Studie schließt eine Lücke in der empirischen Grundlagenforschung zu Prozessen der kulturellen Identitätsfindung in einer zunehmend durch Migration geprägten Gesellschaft: Auf der einen Seite berücksichtigt es Globalisierungstendenzen mit ihrer Grenzen überschreitenden Vermarktung von Musik, Mode oder Lebensstilen, andererseits greift es die alltäglichen Erfahrungen auf, die bei uns das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft mit ihren kulturellen Traditionen, Milieus und Weltanschauungen prägen.

Gestützt auf eine repräsentative Bevölkerungsumfrage untersucht das 1. InterKulturBarometer systematisch Einflüsse des Faktors Migration auf Kunst und Kultur in Deutschland. Dabei werden mögliche Brückenfunktionen der Künste, Gestaltungspotenziale der Kulturpolitik und optimierte Prozesse der Kulturellen Bildung herausgearbeitet, die der neuen Vielfalt in unserer Gesellschaft besser gerecht werden könnten“.

(Quelle: http://www.uni-hildesheim.de/fb2/institute/kulturpolitik/
forschung/interkulturbarometer/pressemitteilung-des-mwk/
)

Die Buchpublikation, in der die Ergebnisse für den aktuellen fachlichen Diskurs aufbereitet wurden und die sich ausschließlich auf die bundesweiten und niedersächsischen Daten stützen, wurde vom BKM und dem Land Niedersachsen gefördert. AutorInnen sind: Prof. Dr. Susanne Keuchel, Prof. Dr. Eckart Liebau, Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Dr. Phil. Ernst Wagner

Zusammengefasste Ergebnisse finden sich unter:
www.kulturforschung.de/pdf/InterKulturBarometer_Zusammenfassung_DE.pdf

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Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur - Interkultur- Symposium 2012

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur organisierte im Zusammenhang mit dem Kulturentwicklungskonzept (KEK) mehrere Beratungen, darunter das >Interkultur-Symposium< in Hildesheim am 13. April 2012. In der Ankündigung dazu hieß es:

Kunst und Kultur in der interkulturellen Gesellschaft 
„'Deutschland wird immer bunter' – dieser Befund ist inzwischen in allen Bereichen der Gesellschaft angekommen. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Gestaltung des kulturellen Lebens? Wie verändert sich das Verständnis von Kultur, wie verändern sich kulturelle Einstellungen und Interessen, wie verändert sich das reale Kulturleben? Und wie kann der kulturelle Reichtum, der durch das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkünfte und Milieus entsteht, produktiv werden? Inwiefern können künstlerische und kulturelle Projekte eine Brückenfunktion einnehmen, um interkulturelle Dialoge zu fördern?  
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse des 1. InterKulturBarometers, einer Befragung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu kulturellen Interessen und Einstellungen, diskutiert das Symposium, wie Kulturinstitutionen in Deutschland sich neuen Einflüssen öffnen und interkulturell verändern können und welchen Einfluss Politik auf diese Prozesse nehmen kann.“


Programm und Foto-, Video-Dokumentation finden sich online:
http://www.uni-hildesheim.de/fb2/institute/kulturpolitik/
forschung/interkulturbarometer/symposium-zur-studie/


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INTERKULTUR.ZUKUNFT

Moderne Diskurse auch in Deutschland

In den vergangenen Jahren hat der >Bundesfachkongreß Interkultur< als bundesweites Forum eine Fülle interessanter Diskurse, Berichte und Kontroversen präsentiert. Ausgehend von den >Stuttgarter Impulsen< entstand damit eine qualitativ interessante Plattform für die moderne Auseinandersetzung mit Interkulturalität.

Die Kongresse sind gut dokumentiert: www.bundesfachkongress-interkultur.de:

Stuttgart 2006: Kulturelle Vielfalt für alle – Differenzieren statt Pauschalisieren, ins Leben gerufen vom >Initiativkreis Bundesweiter Ratschlag Kulturelle Vielfalt<
Nürnberg 2008: Kulturelle Vielfalt und Teilhabe
Bochum 2010 - im Zusammenhang mit der Europäischen Kulturregion Essen: Offen für Vielfalt – Zukunft der Kultur 
Hamburg 2012: DIVERCITY – Realitäten Konzepte Visionen, s. www.bundesfachkongress-interkultur-2012.de
Mannheim 2014: Heimaten bewegen, s.
www.bundesfachkongress-interkultur-2014.de

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INTERKULTURELLE TREFFEN.PDF

Interkulturelle Begegnungen, Kooperation und Auseinansdersetzung geschieht auch im Alltag unserer Stadt. Dabei ist unser Zentrum ein Ort reger Kommunikation und Kultur – auch interkulturell, versteht sich. Die aktuelle Schnell-Übersicht >Interkulturelle Treffen & mehr< [PDF] bietet eine Fülle an Kontakt-Möglichkeiten.

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update 09.09.2016

     

Die >alte polizei< im denkmalgeschützten Ensemble
mit Renaissance-Schloss und dem Museum Amtspforte