Alte Polizei, Kulturzentrum in Stadthagen, Mehrgenerationenhaus Schaumburg

Interkultureller Dialog

 



INTERKULTUR.NORMAL

Interkulturalität als Normalzustand entwickeln

Auch in Stadthagen und der Region Schaumburg lassen sich die demogra- phischen Trends feststellen, die unser ganzes Land seit 1945 verändert haben: Durch die Zuwanderung von Kriegsflüchtlingen und Vertriebenen, die ersten Anwerbungen ausländischer Arbeitskräfte durch die Arbeits- agenturen und Unternehmen bis hin zur Zuwanderung von Arbeitsmigran- tInnen und Aussiedlern sowie Schutz suchenden Flüchtlingen – und später erwünschten Fachkräften - zieht sich die Spur der Zuwanderung und Einwanderung durch die Geschichte unserer Republik.

Der alte ideologische Streit über die Deutung dieser Migrationsbewegun- gen ist seit der Arbeit der „Zuwanderungskommission“ unter Leitung von Rita Sußmuth Anfang diese Jahrhunderts, dem Beginn interkulturell orientierter Stadtplanungen und dem „Gesetz zur Begrenzung der Zu- wanderung“ von 2005, im Volksmund oft als „Zuwanderungsgesetz“ interpretiert, leidlich beigelegt.

Neben viel Zustimmung zu einem friedlichen, respektvollen Zusammen- leben, neben unzählichen Beispielen für „good practise“ nimmt aber in Zeiten sozialer Umbruchsituationen in ganz Europa auch wieder der Trend zur Ausgrenzung zu. Denn im Bewusstsein von Mehrheits- und Minderhei- ten-Bevölkerung ist Interkulturalität als Normalzustand noch lange nicht angekommen. 
Schlimmer noch: Die Attentate von Gangstern der Neuen Rechten gegenüber aggressiv bekämpften Einwanderern und Jugendkulturen sowie der gezielt geschürte dumpfe neue Rassismus erforden weit mehr Aufmerk- samkeit und Widerstand unserer demokratischen Zivilgesellschaft. „Wehret den Anfängen“ ist nicht nur die traurige Erfahrung der Überlebenden des Holocaust, sondern muss heute in Deutschland und Europa als Leitschnur für die Auseinandersetzung mit denen gelten, die diese Gesellschaft durch eine Diktatur ersetzen wollen.

Bei allen positiven und negativen Erfahrungen, die die Alteingesessenen und Zugewanderten miteinander gemacht haben, überwiegt im Interesse einer modernen demokratischen Zukunft glücklicherweise bei vielen Men- schen der Wunsch, aktiv für ein gleichberechtigtes Zusammenleben zu wirken.

In Zukunft nichtdiskriminierend
Als eine Kraft in der deutschen Zivilgesellschaft haben dabei kulturelle Aktivitäten, Projekte und Dialoge eine wichtige Aufgabe. Wohl wissend, dass noch längst nicht alle Bereiche das Konzept einer interkulturellen Öffnung unserer Gesellschaft als das Zukunftsmodell für einen nicht-dis- kriminierenden Alltag praktizieren, wollen wir selbst Schritte tun, um in unserem Bereich Interkulturalität zu leben, zur Weltoffenheit anzuregen und Diskriminierungen, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu skandalisieren.

In unserer Projektarbeit hat das Zusammenleben von Mehrheit und Minder- heiten von Beginn der Soziokulturarbeit in Stadthagen an einen festen Platz bekommen. Mehrere Vereine, Gruppen und Treffen aus den Zuwanderer- Communities der Stadt und Region treffen sich seit eh und je in den Räumen, die unser Trägerverein koordiniert. Mit mehreren Zuwanderer-Organisationen haben wir eine langjährige Kooperation entwickelt. Im Vorstand des Integrationsbeirates der Stadt Stadthagen arbeiten wir seit Jahren mit.

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INTERKULTURELLE PROJEKTE

Interkulturelle Projektarbeit
Mit Projekten wie „Continental Journey“ (1993), einer kulturellen Reise um die Welt, „Galerie P Süd 6“ (1995-1998), einem kreativen Kunst- und Ausstellungsprojekt unter der Regie des Multimedia-Künstlers Fruttuoso Piccolo, „Lampenfieber“ (1997), dem 1. Schaumburger Amateur-Theater Festival, der „Stadthäger Zukunftwerkstatt zur Stadtentwicklung“ (2001), der 1. Aktion dieser Art in Kooperation mit „Wir +“, Schul-Sozialarbeitern, Kultur- und Sozial-Einrichtungen, dem Projekt „NextNetz“ (2005), einem Jugendkulturprojekt in Kooperation mit dem Kreisjugendring und TUWAT e.V. - in Niedersachsen durch den Landesjugendring koordiniert, sowie vielen anderen Veranstaltungs- Formaten wie dem Internationalen Picknick im Park, dem Internationalen Familienfrühstück, dem Frauenfrühstück international etc. sind wir zusammen mit guten PartnerInnen aktiv, um den Dialog und das Kennenlernen zu fördern.

Durch kontinuierliche Angebote im Kreativbereich incl. Kunstausstellungen und der Laien-Theaterarbeit, insbesondere der Theatergruppe „Mischlinge“ tragen wir dazu bei, Interkulturalität als ungefährlichen Normalzustand zu leben, der für die Beteiligten Neuigkeiten bereit hält und anregend wirken kann.

1. Interkulturelle Projektwoche 2006 & mehr
Die Neugierde auf Traditionen und Veränderungen der Moderne in all ihre Facetten führte dann auch zum 1. kleinen Programm einer „Interkulturellen Woche“, das wir 2006 im Rahmen der bundesweiten Projektwoche als Projekt für Stadthagen entwickelt und mit einigen Partnern realisiert haben.

Bei solchen Aktivitäten stehen wir in Kontakt mit überregionalen Projekten und Kampagnen, z.B. der europäischen Jugendkampagne „alle anders, alle gleich“, die im Rahmen des „Europäischen Jahres der Chancengleichheit für alle 2007“ eine vielfältige, diskriminierungsfreie Spur quer durch Deutsch- land zog. Auch mit den Kampagnen für eine humanitäre Flüchtlingspolitik wie „Jugend ohne Grenzen“, „Aktion Bleiberecht“ (Caritas und Diakonisches Werk) haben wir Kontakt geknüpft. Die europäische Jugendinitiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bekommt alle Jahre wieder neue Aktualität, wenn es darum geht, dass sich Jugendliche altersgerecht gegen Rassismus einsetzen und eigene couragierte Vorhaben entwickeln wollen.

Vor einigen Jahren organisierte der Jugendhof Vlotho an der Weser erste interkulturelle Fortbildungen in der JugendleiterInnen-Ausbildung. Das hat uns angeregt, entsprechende Qualifizierungen auch für jugendliche Inter- essierte in Stadthagen zu entwickeln. Mit dem Projekt „für demokratie courage zeigen“ standen wir durch „Next Netz“ (2005) bereits in Kontakt; mit AkteurInnen aus diesem wichtigen MultiplikatorInnen-Projekt konnten wir dann den Landesjugendverband der Naturfreunde Niedersachsen als Partner gewinnen und inzwischen mehrere Kurse „Juleica interkulturell“ anbieten. Später haben sich Exkursionen dazugesellt, „Juleica interkulturell on tour“, eine Reise nach Istanbul ist in Vorbereitung und die neue Initiative „Transkulturelles Netzwerk“ spielt inzwischen auch als Veranstalterkreis eine eigenständige Rolle.

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INTERKULTUR.SHG
AK IKW-SHG

Interkulturelle Wochen Schaumburg 2018, Do 20.09. - Mi 03.10.2018

Die bundesweite Projektwoche Ende September steht unter dem Motto:

"Vielfalt als Herausforderung, Vielfalt als Bereicherung, vor allem aber: Vielfalt als Alltag." 
So beschreiben die Vorsitzenden der Kirchen in ihrem Gemeinsamen Wort zur Interkulturellen Woche die Situation. Reinhard Kardinal Marx, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Metropolit Augoustinos appellieren: 
„Die politisch Verantwortlichen und wir alle sind gefragt, unseren Beitrag zu einem guten Miteinander zu leisten. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern, brauchen wir Orte, an denen Menschen in ihrer Verschiedenheit frei von Angst und Abwertung miteinander reden können – nicht anonym, sondern von Angesicht zu Angesicht."

Interkulturelle Woche

Bundesweit beginnt die IKW am Sonntag, 23. September, und geht bis Samstag, 29. September 2018. 
In Schaumburg gestalten wir die Eröffnung zusammen mit dem AK Weltkindertag des KPR Stadthagen am Donnerstag, 21. Sept. 2018, 15-18 Uhr, auf dem Marktplatz in Stadthagen.
Die 12. Interkulturellen Wochen SHG gehen dann bis Mi 03.10.2018.

Do 20.09.
15.00-18.00 Uhr

Auf dem Marktplatz: 
Weltkindertag 2018 & Interkulturelle Woche SHG 2018

Die Arbeitskreise Weltkindertag des kommunalen Präventionsrates wir+ (KPR) & Interkulturelle Woche Schaumburg laden gemeinsam ein zu Spiel & Spaß sowie Çay, Dialog und Information.

Die Mitwirkung von Kitas, Kindergruppen, interkulturellen Vereinen & Organisationen zeigt: Stadthagen lebt bunt und vielfältig. Es gibt Aktivitäten für und mit Kindern, Kontakte zwischen Alteingesessenen, ZuwanderInnen & Flüchtlingen für einen lebendigen Nachmittag der Begegnung.

Themen-Inseln informieren über Kinderrechte und das Programm der Interkulturellen Woche SHG 2018.

TERMINE
Stand: 28.08.2018

Vielfalt verbindet.

Unter dem Motto der bundesweiten Interkulturellen Projektwoche 2018 plädieren wir auch in Schaumburg für eine interkulturelle Öffnung unserer Gesellschaft. Unser Programm ist ein Signal für Begegnung und Verständigung, gegen Hass und Rassismus.
Die 12. Interkulturellen Wochen Schaumburg bieten in der Kernzeit von Donnerstag, 20. September, bis Mittwoch, 3. Oktober, Aktivitäten für Jung und Alt, für Alteingesessene und Neuzugezogene – Hinweise gibt es auch auf regelmäßige interkulturelle Treffen außerhalb der Projektwochen. Wenn nicht anders angegeben, ist der Eintritt frei!

Willkommen Welcome Bien venue ترحيب 

   

ERÖFFNUNG

Do 20.09. 
Stadthagen
15 - 18 Uhr 
Marktplatz Stadthagen

Kinder brauchen Freiräume – Vielfalt verbindet
Gemeinsam zeigen wir: Schaumburg lebt bunt & das ist gut!

Auf dem Marktplatz feiern wir den Weltkindertag (WKT) & die Eröffnung der
Interkulturellen Woche (IKW) – mit Spiel, Spass und Dialogen, Themeninseln und vielen Aktivitäten. Kindergruppen und interkulturelle Gruppen zeigen: Schaumburg lebt jung, bunt und vielfältig.

Grußwort von Landrat Farr und Bürgermeister Theiß (angefragt)

V.: AK WKT im kommunalen Präventionsrat & AK IKW in SHG

   

PROGRAMM DER IKW SHG 2018

> V. = VeranstalterIn, sofern die Angaben zum Ort nicht ausreichen oder Kooperationspartner mitwirken

   

Sept. - Okt. (werktags bis 26.10.)
Stadthagen
9 - 13 Uhr (Mo - Do 9 - 22 Uhr & nach Vereinbarung)
Kulturzentrum Alte Polizei
Obernstr. 29

Leben nach der Flucht
Foto-Ausstellung von Asrin Eskandari (Iran, Stadthagen)

   

Sa 22.09.
Stadthagen
20 Uhr
Ratsgymnasium
Büschingstr. 37

Florian Schröder – Ausnahmezustand
(Kabarett)

V.: GEW & IGM SHG, Kulturzentrum Alte Polizei

   

So 23.09.
Hannover
17 Uhr
Pauluskirche
Meterstraße 37, 30169 Hannover

Interreligiöser Auftakt der bundesweiten Projektwochen

   

18:30 Uhr
Haus der Religionen
Böhmerstr. 8, 30173 Hannover

Interkultureller Empfang mit Podiumsgespräch und Musik

   

Mo 24.09.
Rinteln
16 Uhr
Gemeinschaftsunterkunft Pestalozzischule
Kerschensteinerweg 1

Interkulturelles Essen - Mitbring-Bufett: 
Gemeinsam essen - ins Gespräch kommen - Ideen entwickeln!

V.: AWO KV SHG

   

Mo 24.09.
Stadthagen
17 - 19 Uhr
Schule am Schloßpark / Oberschule
Schulstr. 22

Interkultureller Elternabend: Unsere Schule – ein wichtiger Lebensraum Ihres Schulkindes
Internationales Mitbringbuffet & Kennenlernen (mit Dolmetschern)

V.: Schule am Schloßpark

   

Mo 24.09.
19 Uhr
Stadthagen
Evang. Freikirche Ecclesia
Habichhorster Str. 10

Interkultureller Abend – Musikalische Begegnung von Abend- und Morgenland
mit Hannelore und Nikolaus Dietrich

Vorbereitung: Fr 14.09. oder Sa 15.09.
Kontakt: Tel. 05721 – 82447

   

Di 25.09.
Rinteln
15-17 Uhr
Johannis-Kirchengemeinde, Wilhelm-Raabe-Weg 24

Café International (jd. letzten Di im Monat)

V.: Ev.-luth. Johannis-Kirchengemeinde & AWO KV SHG

   

Di 25.09.
Stadthagen
17:30 Uhr
Gemeindehaus St. Martini-Gemeinde
Am Kirchhof 3

Welt-Café mit Film & Film-Gespräch
„Integration“ (R.: Mahdi Al Falawi, SHG 2018)

V.: Ev.-luth. St. Martini-Gemeinde & Diakonisches Werk

   

Di 25.09.
Stadthagen
19:30 – 21 Uhr
Kulturzentrum Alte Polizei
Obernstr. 29

Café International (jd. Di – außer in den Schulferein)

   

Mi 26.09.
Stadthagen
14-19 Uhr
Landkreis Schaumburg, Saal 2, Jahnstr. 20

Fortbildung zu Genderkompetenz im interkulturellen Kontext
mit Martin Schmidt (Training & Supervision)

Anmeldungen per E-Mail: gleichstellung.16@landkreis-schaumburg.de oder 
Tel. 05721 703-254 (Amt für Gleichstellung)

V. : Landkreis SHG, Gleichstellungsbeauftragte & PartnerInnen

   

Mi 26.09.
Bad Nenndorf
18 Uhr
Gemeinschaftsunterkunft Horster Straße 17

Interkulturelles Essen - Mitbring-Bufett: 
Gemeinsam essen - ins Gespräch kommen - Ideen entwickeln!

V.: AWO KV SHG

   

Mi 26.09.
Stadthagen
19 Uhr
Kulturzentrum Alte Polizei
Obernstr. 29

Canan Topçu (Journalistin):
Schwarz-rot-bunt – Neue Deutsche Medienmacher
Bericht & Gespräch

   

Do 27.09.
Stadthagen
10 - 12 Uhr
Kulturzentrum Alte Polizei
Obernstr. 29

Internationales Frauenfrühstück
(auch: Do 18.10., 08.11., 13.12.)

   

Do 27.09.
Stadthagen
15 - 18 Uhr
Familienzentrum
Bahnhofstr. 27

Interkultureller Frauentreff
(jeden Do pro Woche)

V.: Familienzentrum & AWO KV SHG

   

Fr 28.09.
Bückeburg
Gemeinschaftsunterkunft Herderschule
Unterwallweg 5b

Interkulturelles Essen - Mitbring-Bufett: 
Gemeinsam essen - ins Gespräch kommen - Ideen entwickeln!

V.: AWO KV SHG

   

Fr 28.09.
Stadthagen
16 - 18 Uhr
Marktplatz
Integrationsbeirat

Dinner in bunt

V.: Integrationsbeirat

   

Sa 28.09.2018
Hagenburg
14 - 20 Uhr 
Rathaus Hagenburg
Schloßstraße 3

Interkulturelles Training
für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit
aus Lindhorst, Bergkirchen, Sachsenhagen und Hagenburg
mit Martin Schmidt, Kulturtrainer

Anm. erbeten an: 
R.Nonnast@sachsenhagen.de oder
harms@diakonie-sl.de

V.: Diakonisches Werk

   

Mo 01.10.
Obernkirchen
15:30 Uhr
Ev. Gemeindezentrum
Rote Schule, Kirchplatz

Café International
(auch Mo 05.11.)

V.: Netzwerk Obernkirchen hilft

   

Di 02.10.
Stadthagen
19-24 Uhr
AWO-Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstrasse
Gubener Str. 1

Interkulturelle Tanz- und Disconacht

V.: AWO KV SHG

   

Mi 03.10.
Stadthagen
15 - 18 Uhr
Alevitisches Kulturzentrum Schaumburg - SAKMER
Herminenstr. 52

Çay & Knabberei -
Nachmittag der Offenen Tür

   

HINWEIS: 
Weitere Veranstaltungen außerhalb der IKW

Do 30.08., 06.09., 13.09., 20.09.
Bad Nenndorf
19-21 Uhr
Pfarrgemeinde St. Maria vom hl. Rosenkranz
Lindenallee 3

WEN-DO für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund -
Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungsprogramm
mit Ira Morgan (Trainerin)

Anmeldung per E-Mail gleichstellung.16@landkreis-schaumburg.de oder 
Tel. 05721 703-254 (Amt für Gleichstellung)

V.: Landkreis SHG, Gleichstellungsbeauftragte & PartnerInnen

   

Sa 03.09. & 06.10.
Stadthagen
15-18 Uhr
AWO-Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstrasse
Gubener Str. 1

Afrikanisches Treffen
(immer am ersten Sa im Monat)

V.: Verein der Afrikaner in SHG & AWO KV SHG

   

Mi 10.10.
16 - 18 Uhr
Stadthagen
AWO-Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstraße
Gubener Str. 1

Begegnungscafé
(immer erster Mittwoch im Monat)

V.: AWO KV SHG

   

Fr 09.11.
15-19 Uhr
Stadthagen
VHS SHG, Jahnstr. 21 A

Workshops für geflüchtete Frauen und Männer:
Gleichberechtigt leben – Ein Gewinn für Alle! 
- mit kostenfreier Kinderbetreuung

Anmeldung per E-Mail gleichstellung.16@landkreis-schaumburg.de oder 
Tel. 05721 703-254 (Amt für Gleichstellung)

V.: Landkreis SHG, Gleichstellungsbeauftragte & PartnerInnen

    

DOKUMENTATION
aus: 
www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/

09.09.2017
Kirchen kritisieren Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa – Die Grenzen der Nächstenliebe

Die Kritik an der Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa verstärkt sich. Nach den mahnenden Worten des Kölner Kardinals Woelki und des Hamburger Erzbischofs Heße, äußert sich auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski.

Auch der scheidende Hildesheimer Bischof Norbert Trelle forderte eine Kursänderung. Rekowski weitete die Kritik einiger katholischer Bischöfe an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung auf ganz Europa aus: "Eine Politik der Abschottung und Ausgrenzung ist weder aus humanitärer noch aus menschenrechtlicher oder politischer Sicht eine Lösung", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag). Nächstenliebe kenne keine Grenzen, auch der Familiennachzug dürfe nicht eingeschränkt werden.

Nur noch zynisch

Zuvor hatte der Kölner katholische Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki, der Bundesregierung einen unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen vorgeworfen und auch das EU-Türkei-Abkommen scharf verurteilt. Es sei eine "Schande für Europa, dass wir mit einem solchen Land Abkommen schließen". Aus Woelkis Sicht kann es "nur als zynisch bezeichnet werden", eine Politik zu loben, die die Zahlen der Migranten senke "um den Preis, dass diese in Lagern an der afrikanischen Küste unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten werden".

Der Flüchtlingsbeauftragte der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Hamburger Erzbischof Stefan Heße, forderte mehr Solidarität der europäischen Staaten beim Umgang mit Flüchtlingen: "Wir brauchen hier mehr Fairness - zwischen den europäischen Staaten und vor allem gegenüber den Flüchtlingen", betonte er nach einem Besuch bei Flüchtlingen und Helfern auf Sizilien.

Große Sorgen

Sehr kritisch beurteilte er die Zusammenarbeit mit Libyen. Die Lage in dem "Land ohne funktionierende staatliche Strukturen" sei besorgniserregend. Es gebe zahllose Berichte über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, gerade gegenüber Flüchtlingen: „In seiner derzeitigen Verfassung ist Libyen deshalb kein Partner für die EU-Flüchtlingspolitik.“

Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) forderte auch der scheidende Hildesheimer Bischof Norbert Trelle "viel mehr Solidarität mit Ländern wie Italien und Griechenland. Und wir sollten nicht vergessen, dass Jordanien und der Libanon weit über eine Million Flüchtlinge aufgenommen haben, obwohl sie nicht einmal ansatzweise über die ökonomischen Möglichkeiten verfügen wie die Staaten der EU."

Rettung von Leben

Volker Beck, der religions- und migrationspolitische Sprecher der Grünen, forderte am Samstag in Berlin dazu auf, die Kritik der Kirchen sehr ernst zu nehmen: "Die Rettung von Leben und die Menschenrechte von Flüchtlingen müssen wieder in das Zentrum der Flüchtlingspolitik genommen werden."
(KNA)
 

   

DOKUMENTATION
aus:
www.domradio.de/radio/sendungen/wort-des-bischofs/wort-des-bischofs-99

Wort des Bischofs

03.09.2017 - 08:00
Wort des Bischofs SOS – Flüchtlinge ertrinken in unserer Gleichgültigkeit! 

Die Nachrichten über im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge reißen nicht ab. Diese Meldungen und die aktuelle Flüchtlingspolitik bringen Kardinal Woelki in Rage: „Da kann und will ich nicht zur Tagesordnung übergehen“, so der Kölner Erzbischof. 

Was ich hier um meinen Hals gelegt habe, ist eine moderne Schwimmweste. Ich möchte so erneut darauf aufmerksam machen, dass im Mittelmeer bis jetzt schon wieder weit über 1.000 Flüchtlinge qualvoll ertrunken sind. Ertrunken im schönen blauen Badewasser, wo viele von uns gerade noch ihre Urlaubsfreuden hatten. Da kann und will ich nicht zur Tagesordnung übergehen. Selbst wenn durch staatliche und private Initiativen Zehntausende gerettet werden konnten, fühle ich mich hier hilflos. Jeder einzelne tote Flüchtling ertrinkt auch in unserer Gleichgültigkeit!

"Aber Herr Kardinal, die Zahl der Flüchtlinge ist doch deutlich zurückgegangen!" Ja, aber doch nur deshalb, weil Notleidende auf europäischem Boden unerwünscht sind. Die Schutz und Hilfe suchenden Menschen werden jetzt z.B. zurück in die Horrorlager nach Libyen geschafft. Ein Land, wo Flüchtlinge erneut verraten, verfolgt, verprügelt und vergewaltigt werden. Aber wir haben so eine saubere Weste und weniger Flüchtlinge. Ich finde, das ist zynisch.

Als Bischof trage ich, wie alle Priester, oft eine Stola über meinen Schultern – fast wie diese Rettungsweste. Die Stola ist ein Zeichen. Es steht für das Joch Christi, also den Auftrag Christi. "Was Ihr dem Geringsten meiner Schwestern und Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan!", so lautet ein Kernauftrag Jesu. Wenn ich aktuell höre, die privaten Hilfsaktionen würden die Rettung behindern oder hätten gar Schlepper begünstigt, so werde ich richtig ärgerlich. Die vielen ehrenamtlichen Helfer von "Jugend rettet" oder "MOAS" sind mit ihren Rettungsschiffen doch erst aufgebrochen, als so viele Menschen im Meer ertranken. Sie haben mit Ihren engagierten Hilfsarbeiten begonnen, weil unsere staatliche und europäische Hilfe halbherzig war und oft viel zu spät kam.

Auf hoher See ist jeder verpflichtet, Ertrinkende zu retten. SOS – "Save our Souls!" Jeder von uns kann auch etwas für seine eigene Seele tun, wenn er notleidenden Flüchtlingen hilft. Ganz egal wie und wo – und nicht nur im Mittelmeer. Helfen und Retten – das ist nicht nur ein Auftrag für die christliche Seefahrt!
Ihr Rainer Woelki
Erzbischof von Köln
(dr) 

   

DOKUMENTATION
"Migrant Offshore Aid Station" (MOAS)
Aus: www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/

 

Drei Jahre Seenotrettung MOAS

Pfarrer Regamy Thillainathan in Schutzkleidung 
© dr

MOAS "Migrant Offshore Aid Station" 

Die Abkürzung steht für "Migrant Offshore Aid Station". MOAS ist eine registrierte gemeinnützige Stiftung in Malta mit der Aufgabe Flüchtlinge in Seenot zu retten. MOAS verfügt mit der Phoenix über ein 40 Meter langes Schiff, zwei ferngesteuerte Flugzeuge und zwei Schlauchboote. Ein Team von Rettern und Notärzten versucht Schiffe in Seenot auszumachen und den Menschen an Bord der seeuntüchtigen Boote zu helfen. Das Projekt wird von dem früheren maltesischen Verteidigungsminister Martin Xureb geleitet.

Die Idee dazu hatten Regina und Christopher Catambrone, ein italienisch-amerikanisches Unternehmerpaar, das seit mehreren Jahren auf Malta lebt. Inspiriert von einer Rede von Papst Franziskus gaben sie das Startkapital in der Überzeugung, dass so Desaster auf See gemildert werden können. In den Jahren 2014 bis 2015 rettete MOAS im Mittelmeer nach eigenen Angaben mehr als 16.600 Leben und ist derzeit dabei, seinen Wirkungsbereich auf Südostasien auszudehnen. MOAS befand sich im Frühjahr 2015 in einer sehr schweren Lage und stand finanziell fast vor dem Aus. Mit der vom Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki initiierten "Aktion 23.000 Glockenschläge" wurden neue Spenden generiert und es konnten weiter Menschen gerettet werden. Kardinal Woelki ruft auch weiter zu Spenden für MOAS auf - zu seinem 60. Geburtstag bat er beispielsweise statt Geschenken um eine finanzielle Zuwendung an die Hilfsorganisation. (dr/dpa)

   

30.08.2017
Drei Jahre Seenotrettungsorganisation MOAS "Ein Schlachtschiff der Hoffnung" 

Seit drei Jahren engagiert sich die Organisation MOAS in der Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Unterstützung kommt dabei auch aus dem Erzbistum Köln. Pfarrer Regamy Thillainathan war schon selbst mit an Bord und erklärt die Verbindung.

domradio.de: Sie waren über Ostern selbst an Bord des Schiffes der "Migrant Offshore Aid Station", kurz MOAS: Was für ein Erlebnis war das?

Pfarrer Regamy Thillainathan (Leiter der Diözesanstelle "Berufe der Kirche" im Erzbistum Köln): Es waren beeindruckende und bewegende Tage, die mich an meine persönlichen Grenzen gebracht haben. Ich bin aber sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen und Menschen kennenlernen durfte, die mit MOAS unterwegs sind, um der Welt zu zeigen, dass die Hoffnung nicht stirbt.

domradio.de: Was erlebt man auf dem Schiff?

Regamy: Ich habe in diesen Tagen leider viel Verzweiflung mitbekommen: zum einen auf Seiten der Menschen, die versuchen, ein neues Leben, eine neue Heimat und überhaupt das Leben zu finden. Andererseits habe ich auch die Verzweiflung gespürt von all denen, die helfen wollen. Denn die Helfer haben gemerkt, dass in dieser Welt nicht alles auf die Würde des menschlichen Lebens ausgerichtet ist, sondern dass viele finanzielle, persönliche und politische Interessen dazu kommen, die es manchmal fast unmöglich machen, menschliches Leben zu retten.

domradio.de: Seit drei Jahren gibt es MOAS und die Organsiation wird auch vom Erzbistum Köln aktiv unterstützt. Ausgangspunkt war der Papstbesuch auf Lampedusa vor drei Jahren. Wie kam die Verbindung zwischen dem Erzbistum und MOAS zustande?

Regamy: Das lag alles an unserem Erzbischof: Kardinal Woelki hat MOAS von Anfang an unterstützt und begleitet. MOAS selbst sagt, dass unser Erzbischof auch ein Gründungsmitglied ist; er hat die Idee mitgetragen und hat sich mit viel Unterstützung und Gebeten für die Rettungsmaßnahme stark macht.

domradio.de: Wie sieht seine Unterstützung konkret aus?

Regamy: Die meisten bekommen nur mit, dass Geld fließt, aber der Erzbischof steht darüber hinaus in einem ganz engen Kontakt mit MOAS. Viele Entscheidungen, die MOAS trifft, begleitet er von Anfang an mit und unterstützt sie inhaltlich sowie geistig. Deswegen war ich auch an Ostern mit dabei: Die Mitarbeiter von MOAS hatten den Erzbischof gebeten, jemanden zu senden, der die Ostertage geistig begleitet.

domradio.de: Wir hätten auch gern mit MOAS selbst gesprochen. Das war aber nicht möglich. Warum?

Regamy: Wir müssen sagen, dass die politische Situation aktuell sich neu darstellt. Es gibt neue Verhandlungen seitens der EU mit Libyen, es gibt neue Interessen. Wir stehen auch in einigen Ländern vor Wahlen, wie zum Beispiel hier in Deutschland. Das macht die Sache natürlich heikel. Darum haben wir uns entscheiden, die Lage erst mal zu sondieren. Das geschieht von Malta aus in ganz enger Abstimmung mit dem Erzbischof. In den kommenden Tagen werden wir uns aber noch mal zu Wort melden und vor allem wird MOAS eine Stellungnahem abgeben.

domradio.de: Drei Jahre Moas - wie sieht Ihre Bilanz aus?

Regamy: Ich glaube, es geht nicht darum zu schauen, wie viele Menschen MOAS wo gerettet hat oder nicht retten konnte. Man muss verstehen, dass MOAS dafür steht, dass wir Christen nicht zulassen dürfen, dass die Hoffnung stirbt. MOAS ist für mich ein Schlachtschiff der Hoffnung: Es geht darum, dorthin zu gehen, wo Menschen um ihr Leben kämpfen. Denn da, wo die Menschlichkeit zu sterben scheint, dürfen wir als Christen und als Katholiken nicht zulassen, dass die Hoffnung der Menschen stirbt. Solange wir also um diese Hoffnung kämpfen müssen, wird MOAS auf irgendeine Art und Weise fortbestehen müssen. Wir können nicht anders.

Das Interview führte Renardo Schlegelmilch
(dr) 

   

MENSCHENRECHTE AKTUELL

Nah-Ost

Der ECRE, European Council for Refugees and Exiles, ruft zur Unterstützung syrischer Flüchtlinge auf: www.helpsyriasrefugees.eu – und für die Schaffung einer fairen und humanen europäischen Asylpolitik und -praxis in Übereinstimmung mit internationalen Menschenrechten.

medico international unterstützt mit dem Projekt Nothilfe für den Gaza-Streifen israelische und palästinensische Partner: Ärzte für 
Menschenrechte (Israel) , Palestinian Medical Relief Society (Gaza).
mehr: www.medico.de/themen/menschenrechte/nahost.

Im Irak, Syrien, Kurdistan und im Libanon unterstützt medico international lokale Organisationen, z.B. die Partnerorganisation Haukari in den kurdischen Gebieten des Nordiraks, und steht den Menschen auf der Flucht vor Islamischem Staat, Kalifat und Armee zur Seite.
mehr: www.medico.de/themen/nothilfe

    

WEITERDENKEN - WEITERHANDELN

Europarat prüft Deutschland
Das Bundesprojekt >Interkulturelle Woche 2014< weist im Materialheft unter der Rubrik „Stimmungslagen und Herausforderungen in der postmigrantischen Gesellschaft“ auf eine Studie zu Diskriminierung und Rassismus in Deutschland hin. Seit 1993 werden alle 5 Jahre 9-10 der 47 Mitgliedsstaaten des Europarates untersucht. Der Bericht zur Situation in Deutschland entstand im Rahmen des 4. Monitorings auf der Basis von Daten bis Ende 2008 und wurde Anfang 2014 veröffentlicht. Daraus wird ersichtlich, „was der Europarat über Jahrzehnte hinweg an fachpolitischen Standards entwickelt hat“:

„Seit Februar 2014 liegt ein interessanter Prüfbericht speziell zur Situation in Deutschland vor. Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hat einen Katalog von 18 Empfehlungen zum Racial Profiling, zum institutionellen Rassismus im Bildungssystem, dem Ausbau der Antidiskriminierungsstellen und zur Anerkennung und Gleichstellung von Transgender vorgelegt. Die Kommission kritisiert u.a. die Warnung des Deutschen Städtetages vor Einwanderern aus Rumänien und Bulgarien unter dem Stichwort »Armutsmigration« sowie die zu unkritische Verbreitung von Thilo Sarrazins rassistischen Positionen.
ECRI wurde 1993 vom Europarat eingerichtet. Ihre Mitglieder sind unabhängige Fachleute – aus Deutschland zum Beispiel die frühere Berliner Ausländerbeauftragte Barbara John. Alle 47 Mitgliedstaaten des Europarats werden regelmäßig getestet. Zur Zeit läuft die fünfte Prüfungsrunde.“
Der Bericht ist im Internet abrufbar [PDF]

20.06.2014, Weltflüchtlingstag
„Dafür ist die Kirche da!“
Joachim Opahle, Rundfunkbeauftragter im Erzbistum Berlin, plädierte anlässlich des Weltflüchtlingstag am 20.6.2014 dafür, Pfarrheime für Flüchtlinge zu öffnen. Katholisch.de hat Passanten in der Bonner Innenstadt befragt, wie sie zu diesem Vorschlag stehen. Die Ergebnisse sind in einem 2-minütigen Video zu sehen.

Flüchtlingshilfe Kleinenbremen
Stefan Lyrath: Reden allein reicht nicht
Rund 80 Flüchtlinge leben in der Kleinenbremer Sammelunterkunft. Praktische Hilfe vor Ort leistet der Verein „Hilfe für Flüchtlinge“.
aus: SN, 06.08.2014, 19:52 Uhr

Sa. 23.08.14, 23:35 Uhr
ARD/Das Erste: Das Wort zum Sonntag von Pastor Michel Broch
Flucht und Vertreibung sind aus Sicht von Pfarrer Michael Broch, Stuttgart-Leonberg, ein zeitloses Phänomen, mit dem er sich nicht abfinden kann und will. Im „Wort zum Sonntag“ machte er am 23.08.14 auf das unvorstellbare Leid unzähliger Menschen aufmerksam und warb um Verständnis und Hilfe für Migranten, die bei uns nicht nur geduldet, sondern gut aufgenommen sein wollen.

Ziviler Ungehorsam verhindert Abschiebung

Do 28.08.14, 14:17 Uhr, Doch wieder eine versuchte Nachtabschiebung,
in: NDR.de, Nachrichten
- Bericht über die Entscheidung des Bundesamtes für Migration, Nürnberg, den sudanesischen Flüchtling Yassin Abbas von Hannover in einer Nachtaktion nach Bulgarien abzuschieben. Vor dort war er vor fünf Monaten nach Deutschland gekommen.

Mo 01.09., taz
Kein Nachtflug nach Bulgarien

150 Menschen verhindern in Hannover eine Nachtabschiebung - die es laut Innenminister Boris Pistorius (SPD) eigentlich gar nicht mehr geben sollte.
Der Sudanese Yassin Abbas sollte in der Nacht zu Donnerstag, 28.08.14, nach Bulgarien abgeschoben werden. Eine Mauer aus Menschen hat das vorerst verhindert.

   

Sept. 2014
Amnesty international
Aktionsnewsletter 02.09.2014
Hoffnung läßt sich nicht abschieben
Mit dem aktuellen newsletter wirbt amnesty international um Unterstützung für die aktuelle Kampagne, mit sich Amnesty für einen stärkeren Schutz und für mehr Rechte von Flüchtlingen an den Außengrenzen der Europäischen Union einsetzt.

01.10.2014 Tagung 
Zivilgesellschaftliches Engagement in transkulturellen Zeiten

Die Bundesakademie in Wolfenbüttel führt in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur die Themen-Tagung zu Migration und Teilhabe durch:

„Wir beleuchten zum Beispiel Fragen zum Ehrenamt in transkulturellen Zeiten als Ausdruck kultureller Teilhabe. Wir werden unter anderem einen Impuls von Dr. Mark Terkessidis (Journalist, Autor und Migrationsforscher) darüber hören, ob das Ehrenamt in Deutschland interkulturell ist. Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić und Mark Terkessidis sprechen über Ehrenamt, Vereinswesen und Diversität in Niedersachsen.

Wir diskutieren auch über Zukunftsstrategien und Best Practice für Ehrenamt und Engagement in Kulturvereinen und hören unter anderem Sezen Tatlici (Vorstandsvorsitzende von Typisch Deutsch e.V. – www.typischdeutsch.de – und Autorin des MiGAZIN) zum Thema »Engagement polyglott oder doch typisch deutsch?«. Kenan Kolat (Sprecher des Verbands für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity, Mitbegründer des Türkischen Kulturrats in Berlin und bis Mai 2014 Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland) spricht über Migrantenselbstorganisationen und ehrenamtliches Engagement in Kunst und Kultur und Prof. Dr. Dirk Halm (Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Essen) stellt u.a. die Studie »Ehrenamtliche Migranten« vor.“

Ausführliches Tagungsprogramm und Anmeldung

Mo 06. - Mi 08.10.14, Mannheim
5. Bundesfachkongress interkultur: Heimat bewegen
www.bundesfachkongress-interkultur-2014.de

Fr 05. - Do 07.12.14, Ev. Akademie Villigst
Asylpolitisches Forum: Rassismus – eine Gefahr für den Flüchtlingsschutz!
V: Amnesty International, Pro Asyl, Flüchtlingsrat NRW, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, www.evangelische-akademien.de

   

mehr: 
www.interkulturellewoche.de
www.interkultureller-rat.de
www.interkulturelle-woche-schaumburg.de

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INTERKULTUR.NIEDERSACHSEN

LAG Soziokultur – Positionspapier 2010

Unser Landesverband, die LAG Soziokultur, hat sich mehrfach mit interkulturellen Akzenten in der soziokulturellen Arbeit beschäftigt.
Viele soziokulturelle Vereine, wie der Pavillon in Hannover, die Alte Polizei in Stadthagen oder spokusa in Hannover arbeiten seit Jahren im interkulturellen Bereich. Neue Initiativen wie das Haus der Kulturen in Braunschweig sidn dazu gekommen.
Die LAGS hat zwei  Veröffentlichungen zur Interkultur in der Soziokultur herausgegeben:
Am 21. Oktober 2010 tagte die Mitgliederversammlung der LAGS in der Alten Webschule in Bramsche. Im Zentrum der Diskussionen stand die Frage nach dem Verhältnis von Soziokultur und Interkultur. Die Mitgliederversammlung entwickelte dazu ein Positionspapier, das bis heute interessante Akzente setzt: „Interkultur in der Soziokultur – von der Alltäglichkeit des Umgangs“
Darin heißt es:
In den vergangenen Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Deutschland ein Einwanderungsland und die Integration von Migrantinnen und Migranten eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe ist, die auch das Engagement der Mehrheitsgesellschaft erfordert. In diesem Zusammenhang hat in Kultur und Kulturpolitik das Thema Interkulturelle Arbeit erhöhte Aufmerksamkeit erhalten. Wir haben uns für die Soziokultur gefragt: Was tragen wir zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen bei und was bedeutet interkulturelle Arbeit denn ganz konkret in der Praxis?
mehr:
http://soziokultur-niedersachsen.de/interkultur-in-der-soziokultur.htm

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Universität Hildesheim - 1. Interkulturbarometer 2011

Unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Keuchel, geschäftsführende Direktorin, führte das Zentrum für Kulturforschung (ZfKf) an der Universität Hildesheim im Jahre 2011 eine empirische Untersuchung zu folgenden Frage-Komplexen durch: Welcher Kultur fühlen sich die heute in Deutschland lebenden Menschen verbunden? Sehen sie sich eher als Teil einer deutschen, einer "fremden" oder einer "gemischten", z.B. deutsch-türkischen oder europäischen Lebenskultur? Welche eigenständigen kulturellen Erfahrungen prägen sie und existieren welche Gemeinsamkeiten mit Menschen anderer Herkunft existieren? Fördert das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft "hybride" Kunstformen?

Die empirische Studie „InterKulturBarometer“ wurde mit Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM), den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen realisiert.

Dazu die Uni Hildesheim:
„Die Studie schließt eine Lücke in der empirischen Grundlagenforschung zu Prozessen der kulturellen Identitätsfindung in einer zunehmend durch Migration geprägten Gesellschaft: Auf der einen Seite berücksichtigt es Globalisierungstendenzen mit ihrer Grenzen überschreitenden Vermarktung von Musik, Mode oder Lebensstilen, andererseits greift es die alltäglichen Erfahrungen auf, die bei uns das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft mit ihren kulturellen Traditionen, Milieus und Weltanschauungen prägen.

Gestützt auf eine repräsentative Bevölkerungsumfrage untersucht das 1. InterKulturBarometer systematisch Einflüsse des Faktors Migration auf Kunst und Kultur in Deutschland. Dabei werden mögliche Brückenfunktionen der Künste, Gestaltungspotenziale der Kulturpolitik und optimierte Prozesse der Kulturellen Bildung herausgearbeitet, die der neuen Vielfalt in unserer Gesellschaft besser gerecht werden könnten“.

(Quelle: http://www.uni-hildesheim.de/fb2/institute/kulturpolitik/
forschung/interkulturbarometer/pressemitteilung-des-mwk/
)

Die Buchpublikation, in der die Ergebnisse für den aktuellen fachlichen Diskurs aufbereitet wurden und die sich ausschließlich auf die bundesweiten und niedersächsischen Daten stützen, wurde vom BKM und dem Land Niedersachsen gefördert. AutorInnen sind: Prof. Dr. Susanne Keuchel, Prof. Dr. Eckart Liebau, Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Dr. Phil. Ernst Wagner

Zusammengefasste Ergebnisse finden sich unter:
www.kulturforschung.de/pdf/InterKulturBarometer_Zusammenfassung_DE.pdf

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Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur - Interkultur- Symposium 2012

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur organisierte im Zusammenhang mit dem Kulturentwicklungskonzept (KEK) mehrere Beratungen, darunter das >Interkultur-Symposium< in Hildesheim am 13. April 2012. In der Ankündigung dazu hieß es:

Kunst und Kultur in der interkulturellen Gesellschaft 
„'Deutschland wird immer bunter' – dieser Befund ist inzwischen in allen Bereichen der Gesellschaft angekommen. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Gestaltung des kulturellen Lebens? Wie verändert sich das Verständnis von Kultur, wie verändern sich kulturelle Einstellungen und Interessen, wie verändert sich das reale Kulturleben? Und wie kann der kulturelle Reichtum, der durch das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkünfte und Milieus entsteht, produktiv werden? Inwiefern können künstlerische und kulturelle Projekte eine Brückenfunktion einnehmen, um interkulturelle Dialoge zu fördern?  
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse des 1. InterKulturBarometers, einer Befragung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu kulturellen Interessen und Einstellungen, diskutiert das Symposium, wie Kulturinstitutionen in Deutschland sich neuen Einflüssen öffnen und interkulturell verändern können und welchen Einfluss Politik auf diese Prozesse nehmen kann.“


Programm und Foto-, Video-Dokumentation finden sich online:
http://www.uni-hildesheim.de/fb2/institute/kulturpolitik/
forschung/interkulturbarometer/symposium-zur-studie/


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INTERKULTUR.ZUKUNFT

Moderne Diskurse auch in Deutschland

In den vergangenen Jahren hat der >Bundesfachkongreß Interkultur< als bundesweites Forum eine Fülle interessanter Diskurse, Berichte und Kontroversen präsentiert. Ausgehend von den >Stuttgarter Impulsen< entstand damit eine qualitativ interessante Plattform für die moderne Auseinandersetzung mit Interkulturalität.

Die Kongresse sind gut dokumentiert: www.bundesfachkongress-interkultur.de:

Stuttgart 2006: Kulturelle Vielfalt für alle – Differenzieren statt Pauschalisieren, ins Leben gerufen vom >Initiativkreis Bundesweiter Ratschlag Kulturelle Vielfalt<
Nürnberg 2008: Kulturelle Vielfalt und Teilhabe
Bochum 2010 - im Zusammenhang mit der Europäischen Kulturregion Essen: Offen für Vielfalt – Zukunft der Kultur 
Hamburg 2012: DIVERCITY – Realitäten Konzepte Visionen, s. www.bundesfachkongress-interkultur-2012.de
Mannheim 2014: Heimaten bewegen, s.
www.bundesfachkongress-interkultur-2014.de

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INTERKULTURELLE TREFFEN.PDF

Interkulturelle Begegnungen, Kooperation und Auseinansdersetzung geschieht auch im Alltag unserer Stadt. Dabei ist unser Zentrum ein Ort reger Kommunikation und Kultur – auch interkulturell, versteht sich. Die aktuelle Schnell-Übersicht >Interkulturelle Treffen & mehr< [PDF] bietet eine Fülle an Kontakt-Möglichkeiten.

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update 29.08.2018

     

Die >alte polizei< im denkmalgeschützten Ensemble
mit Renaissance-Schloss und dem Museum Amtspforte