>alte polizei<, Kulturzentrum in Stadthagen, Mehrgenerationenhaus Schaumburg

 

Netz gegen Rechts

update 24.07.2012 13:00 h



Soziokultur gegen Rechtsextremismus:
AK Netz gegen Rechts Stadthagen

Als Kulturzentrum in Stadthagen bieten wir vielfältige Möglichkeiten einer aktiven Mitgestaltung des Lebens in unserer Stadt und im Landkreis Schaumburg: Generationen übergreifend, interkulturell und kreativ. Demokratische Kulturarbeit und aktive Partizipation tragen dazu bei, einem Denken und Handeln zu begegnen, das Rassismus, insbesondere Antisemitismus, Antiziganismus sowie eine Verherrlichung der NS-Diktatur betreibt. Wer solchen Hass sät, missachtet grundlegende Menschenrechte und verschärft soziale Spannungen. 
Den rechtsextremistischen Versuchen einer zunehmenden Beeinflussung der öffentlichen Meinung in Deutschland und der unerträglichen Toleranz für diese Ideologien, die erst schwere Verbrechen der Neuen Rechten möglich gemacht hat, treten wir vernetzt mit anderen demokratischen Kräften unserer Zivilgesellschaft entgegen.

Ab Herbst 2012 tragen drei neue Angebote in unserem Kulturzentrum zur Stärkung des Widerstandes gegen Rechtsextremismus bei:

1. Zum einen treten wir mit gezielten Angeboten der Einflussnahme der Neonazis auf die Jugendkulturen in Stadthagen und Schaumburg entgegen.

2. Auch Informationen über Strukturen, AkteurInnen und Aktionsformen der Neuen Rechten in unserem Landkreis und den angrenzenden Regionen sollen stärker als bisher die demokratische Öffentlichkeit sensibilisieren.

3. Für alle, die in der Öffentlichkeit Zivilcourage zeigen wollen, werden wir Unterstützung anbieten: >Netz gegen Rechts<.

Die bestehenden Kooperationen zur Stärkung einer demokratischer Kultur – insbesondere der vielfältigen Jugendkulturen setzen wir aktiv fort: Mit der IGS Schaumburg als >Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage<, dem Förderverein für die ehemalige Synagoge in Stadthagen, dem Bündnis Bad Nenndorf ist bunt, dem Jugend-Projekt >für demokratie courage zeige< der DGB- und Naturfreunde-Jugend Nds. sowie anderen Jugend-Einrichtungen im Landkreis, mit denen wir durch unseren offenen Jugendtreff und die Jugend-Kulturprojektarbeit in Verbindung stehen.

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Zukunft braucht Erinnerung

Für Antworten auf die Frage: „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ ist der Blick auf die Geschichte unerläßlich. Als soziokulturelles Zentrum ist es für uns unstrittig, dass eine aktive Erinnerungsarbeit zur Vorgeschichte der Diktatur in Deutschland, den Verbrechen des NS-Regimes und den Verantwortlichkeiten für die Shoa wie auch die Wiederherstellung einer demokratisch verfassten Gesellschaft ab 1945 feste Bestandteile unserer demokratischen Kultur sein müssen.

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Bürgerschaftliches Engagement

Die breit entwickelten Möglichkeiten einer aktiven Bürgergesellschaft in einer globalisierten Welt, in der wir leben, unterscheiden die heutige Zeit grundlegend von Entwicklungsbedingungen der ersten Demokratie-Phase unserer Geschichte, der Weimarer Republik. Trotzdem gilt weiterhin: Demokratie muss von allen immer wieder neu erlernt und angeeignet werden, gesellschaftliche Partizipation gilt es immer wieder neu einzufordern und umzusetzen.

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Schule ohne Rassismus

Gerade Kinder und Jugendliche haben dabei heute gute Möglichkeiten, sich zu artikulieren, selbstgestaltete Beiträge sind möglich. Der Blick und die Kontakte über den Tellerrand hinaus gibt dazu neue Anregungen in einem Europa der Vielfalt.

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Als Kulturzentrum unterstützen wir die europäische Jugendinitiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“; mit aktiven Vereinsmitgliedern und NutzerInnen aller Altersgruppen beteiligen wir uns an den zivilgesellschaft- lichen Protesten gegen die Aufmärsche der Neonazis in Bad Nenndorf; als Kooperationspartner stehen wir für Jugend- Initiativen und Schul-Projekte zur Verfügung.

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Förderverein ehem. Synagoge

Von 2006–2008 haben wir zusammen mit Partner-Organisationen aus Stadt und Region - darunter dem Projekt „für demokratie courage zeigen“ (Landesverbände der Naturfreunde- und DGB-Jugend) - zum Andenken an die Opfer des Nazi-Terrors in der Pogrom-Nacht am 9. November 1938 verschiedene Ausstellungs-Projekte in Stadthagen entwickelt. Diese Angebote der offenen Jugendarbeit, Jugendkultur und politischen Bildung boten Informationen über Rassismus, Antisemitismus und die Entwicklung der Neuen Rechten, insbesondere die rechte Jugendszene. Gleichzeitig lenkten die Beiträge den Blick auf verschiedene Möglichkeiten, hier und heute selbst gegen Rassismus aktiv zu werden.

Seit 2009 richtet sich die Aufmerksamkeit in Stadthagen auf die Erinne- rungsarbeit, die der Förderverein der ehemaligen Synagoge Stadthagen begonnen hat. Insbesondere die aktive Einbeziehung von SchülerInnen ist ein wichtiger Schritt, das Anliegen dieser demokratischen Bildungsarbeit unter Jugendlichen zum Thema zu machen.

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Bad Nenndorf ist bunt

Wir tragen dazu bei, Kontakte in der Prävention und Stärkung von Jugendlichen und SeniorInnen gegen Rassismus weiterzuentwickeln. Solange die zuständigen Behörden den traurigen Propaganda-Aufzug von Neonazis in Bad Nenndorf nicht verbieten, bleibt es wichtig, dort praktische Beiträge zum zivilgesellschaftlichen Engagement gegen Rassismus in Schaumburg zu leisten.

Bad Nenndorf, August 2012: 
Rechtsextremistische Propaganda stoppen!

Für Samstag, den 4. August 2012, haben Neonazis aus dem Kreis der so genannten "freien Kameradschaften" erneut einen "Trauermarsch" in Bad Nenndorf angekündigt. Seit 2006 entwickeln sie diese Propaganda-Aktion zum größten Aufmarsch zur Verbreitung von faschistischer Ideologie in ganz Norddeutschland. Die Organisatoren vom rechten Rand zielen mit ihrer Werbung für diesen traurigen Aufzug auch auf Gesinnungsgenossen aus Europa, so verbreiten sie ihren Aufruf auch in Französisch, Griechisch, Niederländisch, Spanisch, Finnisch und Englisch.

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Für die vielfältigen Protestaktionen gegen diese Nazi-Märsche erhielt die kleine Kurstadt die Auszeichnung „Stadt der Vielfalt“ (2009). Das Bündnis gegen Rechtsextremismus in Bad Nenndorf informiert über die Proteste, Informationsveranstaltungen und die Aktivitäten am Freitag, 03.08., und Samstag, 04.08., die auch 2012 wieder zusammen mit vielen demokratischen Kräften der Zivilgesellschaft organisiert werden: www.bad-nenndorf-ist-bunt.com.

Eins ist klar: In Bad Nenndorf ist nur das Moor braun – Nazis haben hier nichts verloren! Die kreativen und bunten Protest-Aktionen der letzten Jahre werden 2012 von weiteren Organisationen und Institutionen aus Schaumburg und auch von Landesverbänden der Parteien, Gewerkschaften und Jugendverbänden aus Niedersachsen unterstützt.

Bitte vormerken:

Fr 03.08., ab 14 Uhr
Bad Nenndorf: Einstehen gegen rechts!
Dekoration der Innenstadt

Sa 04.08., ab 9 Uhr
Bad Nenndorf, Rodenberg, Haste und mehr: 
Protestaktionen gegen die Neonazis

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Aktionswochen gegen Antisemitismus

Bei Interesse organisieren wir Berichte und Diskussionen für SchülerInnen (in der Regel ab der 8. Klasse) sowie für Konfirmanden- oder SeniorInnen- Gruppen u.a. Interessierte - gerne auch nachmittags und abends. Themen- und Termin-Vereinbarung: Tel. 05721 – 893770

Einen geeigneten Zeitrahmen für Gespräche und Diskussionen bieten z.B. die jährlichen „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ vor und nach dem 9. November.

Ermutigen
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-stiftung-aktiv/ermutigen/

Aktionswochen
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-stiftung-aktiv/gegen-as/
was-tut-die-stiftung/aktionswochen-gegen-antisemitismus/

Die Aktionswochen sind eine Initiative der Amadeu Antonio Stiftung, Initiative für Zivilgesellschaft und demokratische Kultur:

"Die Aktionswochen gegen Antisemitismus sind die bundesweit größte Kampagne gegen Antisemitismus. Das Ziel dieser Initiative ist es, an vielen Orten gleichzeitig rund um den 9. November ein breites Spektrum von Veranstaltungen gegen Antisemitismus zu organisieren, zu vernetzen und Diskussionen über verschiedene Facetten des Problems zu initiieren.

Die „Aktionswochen“ starteten 2003 – relativ beschaulich – mit zwanzig Partnerorganisationen; sind aber schnell gewachsen: Im Jahr 2008 gab es 170 Kooperationspartner, die 400 Veranstaltungen an 150 Ortschaften der Bundesrepublik durchführten. Die im Rahmen der Aktionswochen stattfindenden Veranstaltungen reichen von Vorträgen über Workshops, Stadtrundgängen, Ausstellungen bis hin zu Theateraufführungen. Der Kreativität unserer Partnerinnen und Partner sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt die Initiativen bei der Ideenfindung, Realisierung und Durchführung der lokalen Veranstaltungen, sowie mit breiter Öffentlichkeitsarbeit".

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Die >alte polizei< im denkmalgeschützten Ensemble
mit Renaissance-Schloss und dem Museum Amtspforte