– Japan –

 



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Fukushima is not OUR fault! 
Keeping silent after Fukushima is barbaric
Good bye Nuclear power plant 100thousand rally, 16. Juni 2012

http://www.asahi.com/national/update/0716/TKY201207160202.html

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Die japanische Protestbewegung „Sayonara genpatsu“ - „Goodbye nuclear power plants“ mobilisiert seit dem 11.11.2011 gegen den Betrieb und die Wiederaufnahme der nuklearen Energieherstellung in den Atomkraftwerken, die bis vor kurzem alle zur Sicherheitsüberprüfung abgeschaltet waren. Als erster Meiler wurde die Atomanlage Oi in der Region Fukui kürzlich wieder angeschaltet. Der Aufruf zu den ersten Aktionstagen vom 17.-19. Sept. 2011 steht in Englisch zur Verfügung: http://sayonara-nukes.org/english/.

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InitiatorInnen der Kampagne sind bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Japan, darunter der Literatur-Nobelpreisträger von 1994, Kenzaburo Oe, und der Musiker Ryuichi Sakamoto. Die Kampagne „10 Million People’s Petition to say Goodbye to Nuclear Power Plants“ hat Mitte Juli bereits über 7.8 Mio. Unterschriften gesammelt, ihre website zeigt den aktuellen Stand an: http://sayonara-nukes.org/2012/06/0716sayonara_nukes/.

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Am 16. Juli 2012, dem japanischen Nationalfeiertag, organisierte die Kampagne einen weiteren Höhepunkt: Mehr als 170.000 Menschen begannen ihren Protest mit einer riesigen Kundgebung im Yoyogi Park in Tokio. Auf vier Open-air-Bühnen gab es Live Musik und Auftritte der InitiatorInnen der Kampagne, darunter Sakamoto (Bild 3), Oe (Bild 00 u. 4) und andere. Diese Manifestation folgte dem erneuten Anschalten des AKW Oi in West-Japan, sie begann bei über 36°C um 13:30 Uhr und teilte sich nach der Kundgebung in drei große Umzüge auf, die zum Shinjuku Chuo Park, Meiji Park und Ebisu zogen (Bild 5).

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Kundgebung im Yoyogi Park, Bild 3

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Kundgebung im Yoyogi Park, Bild 4 Bild 00, unten

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Ein TV-Bericht vom 12.07 gibt erste Eindrücke vom Umfang der Demonstration von „Sayonara genpatsu“: http://www.youtube.com/watch?feature=player_
embedded&v=w36mUbk0ak0

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Der Autor Oe erklärte in seiner Rede: "I believe we'll be able to break free from the fear and indignity caused by the existence of nuclear power plants, and to live freely," - „Ich bin überzeugt, das wir brechen können mit der Furcht und Würdelosigkeit, die durch die Existenz von Atomanlagen erzeugt werden, um in Freiheit zu leben“. 
Der Musiker Sakamoto sagte: „Keeping silent after Fukushima is barbaric“ - „Nach Fukushima zu schweigen wäre barbarisch“ (European Press Agency, epa03307820). "We should never jeopardize this beautiful land of Japan and the lives of our children, who are the future of this country, just for the sake of electricity“ - „Wir sollten niemals dieses wundervolle Land Japan und das Leben unserer Kinder in Gefahr bringen, die doch die Zukunft unseres Landes sind, nur zu Gunsten der Versorgung mit Elektrizität“ (aus: Daily Yomiuri Online, 18.07.2012, http://www.yomiuri.co.jp/dy/national/T120717004002.htm).

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Sakamoto, ein Pionier der elektronischen Musik in Japan, für seine Sound-Tracks zu „The last Emperor“ mit einem Oskar ausgezeichnet, hatte bereits ein Wochenende davor zu einem Band-Auftritt zu Gunsten der No Nukes-Kampagne in das Makuhari - Messe- und Ausstellungs-Zentrum nahe bei Tokio eingeladen. Dort traten neben Sakamotos Techno-Pop-Gruppe „Yellow Magic Orchestra“ die japanische Rockband „Asian Kung-Fu Generation“ und die Band „Kraftwerk“ aus Deutschland auf.

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Yasunari Fujimoto, einer der Mitinitiatoren der Demonstration vom 12. Juli erklärte: “We want to continue to stage demonstration as anti-nuclear sentiment is growing steadily among people” - „Wir werden die Protest-Demonstrationen fortsetzen, denn auch die Einstellung der Bevölkerung gegen Atom-Energie wächst ständig weiter“ (aus: Jakarta Globe, 16.07.12, http://www.thejakartaglobe.com/international/massive-
anti-nuclear-rally-staged-in-tokyo/530894
).

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Premierminister Noda verteidigte am selben Tag in einem Fernseh- Interview die Wieder-Inbetriebnahme des ersten AKWs. Man habe die Stress-Tests absolviert und nach intensiven Beratungen in den zuständigen Gremien wie der Sicherheits-Agentur der Regierung diese Entscheidung zu Gunsten der Stromversorgungs-Sicherheit getroffen (aus: Jakarta Globe, 16.07.12).
Jeden Freitag organisiert die „No Nukes“-Bewegung Proteste vor dem Amtssitz von Premierminsiter Nado in Tokio, die zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnen. Nach Polizeiangaben nahmen am 29. Juni etwa 17.000 Menschen teil (nach: http://fukushima-is-still-news.over-blog.com/article-massive-
anti-nuke-rally-in-tokyo-today-108217736.html
).

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update 30.09.2012 15:40 h

     

Die Alte Polizei im denkmalgeschützten Ensemble mit Renaissance-Schloss und dem Museum Amtspforte